Handel von Erdölwerten dominiert
Europas Börsen liegen mehrheitlich im Plus

Reuters. Die europäischen Börsen haben sich zum Freitag Mittag in einem von Erdölwerten dominierten Handel mehrheitlich im Plus behauptet. Unterstützung hätten besonders die festeren Ölpreise und die im Vorfeld der Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten stabilen US-Futures verliehen, sagten Händler.

Der DJ Euro Stoxx legte 1,2 Prozent auf 3 686,53 Zähler zu. BP, die mit 4,5 Prozent zu den grössten Blue-Chip-Gewinnern zählten, Royal Dutch , Shell , Total FinaElf sowie Eni legten alle zwischen drei und vier Prozent zu. "Wenn sich die Erwartungen an den Ölpreis schnell ändern, ist das mehr ein Markt-, als ein Sektorereignis", erklärte ein Händler. Diese Woche sind die Rohölpreise um rund 20 Prozent gesunken; der DJ Stoxx Energie-Index , der in den vergangenen Tagen um elf Prozent nachgegeben hatte, notierte bei 9,95 Prozent im Plus. Der Technologiesektor vermochte sich nach einem verhaltenden Start ins Plus zu retten und legte zum Mittag um etwa ein Prozent zu.

Die zyklischen Autowerte wie Renault , Volkswagen oder Fiat sahen unter der Führung von DaimlerChrysler eine Verbesserung. Zu den grössten Verlierern zählten Bergbau- und Rohstoffwerte wie BHP Billiton oder Anglo America , welche unter der Verbesserung der Ölpreise litten.

LONDON - Die Londoner Börse notierte angeführt von Kursgewinnen bei Erdölwerten fester. Der FTSE-100-Index lag zum Mittag bei Plus 1,27 Prozent auf 5304,6 Zähler. Marktteilnehmer erklärten, Hoffnungen, wonach sich die US-Wirtschaft im kommenden Jahr erholen werde, sowie die anhaltende Nachfrage nach Technologie- und zinsempfindlichen Aktien dürften dem FTSE100 mittelfristig Auftrieb verleihen. Die Werte von Erdölgiganten sahen nach den Vortagesverlusten eine technische Erholung. BP tendierten um 5,7 Prozent fester und Shell lagen mit 3,6 Prozent im Plus. British Airways profitierten von Ratingverbesserung sowie von der Gewissheit, dass der Titel weiterhin im Index der Standardwerte kotiert bleiben wird. Die Aktie legte 4,7 Prozent zu. Unter den insgesamt festeren Finanzwerten stiegen Barclays um 1,7 Prozent.

PARIS - Die französischen Aktien zeigten sich bis zum Mittag uneinheitlich. Der CAC-40-Index tendierte 0,4 Prozent fester mit 4595,6 Punkten. Der Handel sei weiterhin von der Zurückhaltung der Anleger geprägt, hiess es. Die Verlierer wurden von Medien- und Technologiewerten angeführt. Technologiewerte erhielten durch die deutlich tieferen Gewinnzahlen von Dell Computers belastende Vorgaben. Lagardere schwächten sich um 1,8 Prozent ab. Alcatel, die vorübergehend über ein Prozent im Minus gelegen hatten, tendierten zur Handelsmitte mit 0,2 Prozent moderat fester. Auch in Paris profitierten Ölaktien von einer technischen Erholung. TotalFinaElf bewegten sich mit fast vier Prozent im positiven Terrain.

ZÜRICH - Die Schweizer Aktien notierten in einem ruhigen Geschäft etwas leichter. Händler sagten, die Umsätze und Aktivitäten seien trotz des kleinen Eurex-Verfalls moderat. Die Aktivitäten konzentrierten sich auf Spezialsituationen. In anderen Titeln sei es ruhig und daher bröckelten diese auch tendenziell eher etwas ab. Zudem würden da und dort die jüngsten Gewinne ins Trockene gebracht. Der SMI notierte 0,24 Prozent tiefer bei 6529,4 Punkten. Banken wie Bär , CS Group und UBS sanken unter ein Prozent. Bei den Versicherungen stiegen Zurich 1,4 Prozent und Rentenanstalt 5,8 Prozent. Händler sagten, beide Werte hätten unter starken Abgaben von Hedgefunds gelitten. Diese "Shorts" würden nun gedeckt, was zum Teil zu Kurssprüngen führe.

AMSTERDAM -Der AEX-Index stieg um 0,8 Prozent auf 501,4 Punkte. Dabei führten Royal Dutch die kleine Gewinnerliste an. Royal Dutch stiegen um 4,7 Prozent auf 54,4 Euro. Unilever gaben 0,3 Prozent nach und Buhrmann verloren 1,71 Prozent. Insgesamt sei der Handel aber sehr ruhig. Die Anleger warteten die Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten ab, sagten Händler.

MAILAND - Die Mailänder Börse notierte auf breiter Front fester. Der Mib30-Index legte rund ein Prozent auf 32.074 Zähler zu. Die Aktie des Medien- und Modekonzerns HdP kletterte rund sechs Prozent auf 3,43 Euro. Einem Medienbericht zufolge plant das Unternehmen die Teilung ihrer Aufgabenbereiche. HdP kommentierte den Bericht nicht. Telecom Italia stiegen um 0,5 Prozent. Ihre Multimedia-Tochter Seat Pagine Gaille stiegen um 4,6 Prozent. Bank Bipop gewannen nach den Vortagesverlusten über drei Prozent.

MADRID - Die Madrider Börse behauptete sich zur Tagesmitte in der Gewinnzone. Das Vorrücken der Indexschwergewichte Telefonica und Repsol YPF habe Gewinnmitnahmen in anderen Aktien nach drei festeren Handelstagen wettgemacht. Der Ibex-Index stieg um 0,4 Prozent auf 8531 Punkte. Telefonica, die am Vortag positive Quartalszahlen ausgewiesen hatten, legten 0,75 Prozent zu. Das Ölunternehmen Repsol konnte technisch zulegen. Der Stahlproduzent Acerelia führte die Verliererliste an.

STOCKHOLM - Der OMX-Index notierte 0,8 Prozent höher mit 829,7 Zähler. Unterstützung verliehen unter anderem Ericsson und Nokia , die 0,9 Prozent respektive fast ein Prozent zulegten. Deutlich im Plus lagen die Titel des Baukonzerns Skanska sowie diejenigen des Modehauses Hennes&Mauritz.

WIEN - Nach freundlicher Tendenz stand der ATX im Mittagshandel 1,7 Prozent höher bei 1080,9 Zählern. Gesucht waren erneut die Aktien der Austrian Airlines . Freundlich waren Head , BETandWIN und Wienerberger . Auch Telekom Austria befand sich wieder im Aufwärtstrend. Verbund , Palfinger und Erste Bank waren schwächer.

BRÜSSEL - Nach einer stabilen Eröffnung ist die belgische Börse zum Mittag in die Verlustzone gekippt. Der Bel-20-Index schwächte sich um 0,5 Prozent auf 2680,9 Punkte ab. Pharmatitel wie Solvay oder Tessenderlo führten die Verluste mit 2,05 Prozent und 1,17 Prozent an.

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