Handelsbatt-Serie
Friede, Freude, Babybrei

Wer das Büro von Claus Hipp betritt, ahnt schnell, dass Familientradition hier eine besondere Rolle spielt: Das Mobilar stammt teils noch vom Großvater, dem Firmengründer Josef Hipp - und Claus Hipp erzählt das gern.

PFAFFENHOFEN. Schließlich begann alles mit jenem Pfaffenhofener Konditormeister, dessen Frau 1899 ihre Zwillinge nicht stillen konnte. Hipp wusste sich nicht besser zu helfen, als mit einem Brei aus Milch, Zwieback und Honig. Die Zwillinge überlebten zusammen mit sechs Geschwistern - die Geburtsstunde des Familienunternehmens Hipp hatte geschlagen.

Heute ist daraus der größte deutsche Hersteller von Bio-Babynahrung geworden. Gelenkt wird er von Claus Hipp: mit 65 in jenem Alter, in dem andere akut über die Rente grübeln, zurückhaltendes, entspanntes Auftreten, Sakko im Trachtenstil - er könnte auch als Leiter des Pfaffenhofener Kirchenchors durchgehen.

Wie ein 30 Jahre jüngeres Ebenbild scheint sein ältester Sohn Stefan: 36 Jahre, hohe Stirn wie sein Vater, funkelnde, wache Augen - der designierte Nachfolger. Allerdings, dynamischer wirkt er und behauptet von sich selbst: "Ich bin ein Abenteurer." Solch ein Satz lässt den Senior nur kurz zucken: "Lieber ein lebhaftes Kind. Langweilige tun sich viel schwerer", sagt der Vater von fünf Kindern, davon zwei Söhne.

"Im Jahr 2020 soll das Haus Hipp nach wie vor Familienunternehmen bleiben", gibt der Firmenchef in seinem Buch "Dafür stehe ich mit meinem Namen" zu Protokoll - und wenig spricht dagegen. Auch der zweite Sohn, Sebastian, arbeitet in der Geschäftsführung und leitet die Modernisierung der IT, hat aber keine Chef-Ambitionen. Tochter Nicola Solms ist für den Internetauftritt der Firma verantwortlich. Felicitas Hipp kümmert sich um die Landwirtschaft und ist Profi-Reiterin. Antonia studiert noch, schreibt aber nebenher Reden für den Papa.

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