Handelsbilanzüberschuss steigt
Deutsche Exporte im Oktober ausgeweitet

Die deutsche Wirtschaft hat im Oktober mehr exportiert als im Vorjahresmonat und die Importe fast auf dem Niveau vom Oktober 2001 gehalten. Die Ausfuhren seien im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 % gestiegen, die Einfuhren um 0,1 % gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Reuters FRANKFURT. Der Handelsbilanzüberschuss wuchs wie von Volkswirten erwartet auf 11,1 Mrd. ? von 9,7 Mrd. ? vor einem Jahr. Dabei standen Exporte im Wert von 58,6 Mrd. ? Importen von 47,6 Mrd. ? gegenüber.Saisonbereinigt gingen die Ausfuhren von September auf Oktober um 5,7 % zurück, die Einfuhren sanken um 2,7 %. Volkswirte erwarteten für die kommenden Monate eine Ausweitung des Handelsbilanzüberschusses.

Überschuss in der Leistungsbilanz schrumpfte

Der Überschuss in der Leistungsbilanz verringerte sich den Angaben zufolge auf 5,4 Mrd. ? im Oktober nach 6,6 Mrd. ? im September und 4,2 Mrd. ? im Vorjahresmonat. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Leistungsbilanzüberschuss von 6,0 Mrd. ? und einem Handelsbilanzüberschuss von 11,1 Mrd. ? gerechnet.

Im Außenhandel mit EU-Mitgliedsstaaten stiegen die Exporte im Jahresvergleich um 2,1 %, die Importe verringerten sich dagegen um 2,4 %. Die Ausfuhren in Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) stiegen um 2,6 %, die Einfuhren um 2,8 %.

Commerzbank-Volkswirt Ralf Solveen führte den Rückgang der Importe auf eine anhaltend schwache Binnenkonjunktur zurück. In den kommenden Monaten erwarte er auch bei den Exporten keine deutliche Belebung. Ab dem zweiten Quartal 2003 sei auf Grund der erwarteten Erholung der Weltwirtschaft wieder mit einem Exportzuwachs zu rechnen.

Rolf Schneider von der Dresdner Bank prognostizierte für die nächsten Monate eine Ausweitung des Handelsbilanzüberschusses. Dies sei zum einen zwar ein Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, andererseits zeige sich aber auch die anhaltende Schwäche der Binnenkonjunktur. Hier seien die Hoffnungen auf eine baldige Besserung durch die Steuerpläne der Regierung, die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit sowie durch fortbestehende Strukturprobleme etwa in der Baubranche gedämpft worden.

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