Handelsblatt Business-Monitor: Schröder macht bei Top-Managern Boden gut

Handelsblatt Business-Monitor
Schröder macht bei Top-Managern Boden gut

Der Kanzler ist im Ansehen der Führungskräfte der deutschen Wirtschaft wieder gestiegen. Dagegen erleiden die Union und Angela Merkel einen kräftigen Imageverlust.

HB DÜSSELDORF. Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine rot-grüne Regierungsmannschaft sind im April im Ansehen der deutschen Top-Manager spürbar gestiegen. Zugleich erlitten die CDU-Chefin Angela Merkel und die CDU/CSU-Opposition einen kräftigen Image-Verlust. Dies zeigt die April-Erhebung des Handelsblatt Business-Monitors, eine repräsentative Umfrage unter rund 860 Führungskräften der deutschen Wirtschaft.

Die befragten Unternehmensführer gaben dem Bundeskanzler im April eine auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) im April die Durchschnittsnote von 3,9. Im März kam Schröder nur auf 4,3. Den Tiefpunkt seiner Popularität hatte der Kanzler im Dezember mit 4,4 erreicht. Nur noch jeder vierte Befragte (26%) beurteilt derzeit Schröders Arbeit als "sehr schlecht", im Vormonat waren es noch 44%, im Dezember gar 54%. Ähnlich fällt jetzt das Urteil über das gesamte rot-grüne Kabinett aus, das zu Jahresanfang 2003 zunächst sogar besser abgeschnitten hatte als der Regierungschef. Deutlich besser kommt Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement weg, seine Durchschnittsnote liegt unverändert bei 3,2. CDU-Chefin Angela Merkel und die Unions-Opposition insgesamt sind in der Gunst der Top-Manager dagegen deutlich abgestürzt. Beide kommen nur noch auf eine Gesamtnote von 3,5 nach 3,0 bzw. 3,2 im März. Sie werden so kritisch bewertet wie seit Ende 2001 nicht mehr. Inzwischen stuft eine knappe Mehrheit von 51% die Leistungen von Angela Merkel als schlecht oder sehr schlecht ein - gegenüber März ein Plus von 27 Prozentpunkten. Zugleich hat sich der Anteil der wohlwollenden Bewertungen von 24 auf 12% halbiert.

Der Handelsblatt Business-Monitor ist eine repräsentative Panel-Umfrage unter 866 Führungskräften der deutschen Wirtschaft, die seit Anfang 1999 monatlich erhoben wird.

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