Handelsblatt Business-Monitor: Starker Euro erwartet: Führungskräfte für unveränderten Leitzins

Handelsblatt Business-Monitor: Starker Euro erwartet
Führungskräfte für unveränderten Leitzins

Von rund 870 Managern, die vom Psephos-Institut im April für den Handelsblatt Business-Monitor befragt wurden, sprachen sich 54 Prozent gegen eine erneute Rücknahme der Leitzinsen aus. Dafür plädieren nur 46 Prozent.

DÜSSELDORF. Die Mehrheit der deutschen Führungskräfte ist gegen eine weitere Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank. Von den rund 870 Managern, die vom Psephos-Institut im April für den Handelsblatt Business-Monitor befragt wurden, sprechen sich 54 Prozent gegen eine erneute Rücknahme der Leitzinsen aus. Dafür plädieren nur 46 Prozent. Diese Werte haben sich gegenüber der letzten Umfrage kaum verändert.

Der Wunsch nach einer Senkung der derzeit 2,50 Prozent betragenden Leitzinsen ist über alle Unternehmensgrößen hinweg gleich groß. Unterschiede gibt es hingegen nach der Branchenzugehörigkeit: Eine Mehrheit für eine Zinssenkung gibt es nur im Baugewerbe (53 Prozent). Demgegenüber fordern lediglich 37 Prozent in den Sektoren Handel und Verkehr eine erneute Lockerung der Geldpolitik.

Doch trotz der Wünsche der Führungskräfte: Aus Sicht der meisten Finanzmarktprofis ist eine Leitzinssenkung in den kommenden drei Monaten wahrscheinlich. Das zeigt die neueste Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), das in der ersten Aprilhälfte 313 Analysten und institutionelle Anleger befragte (siehe Seite 21). Der Verlauf des Irak-Kriegs hat die Einschätzung nicht geändert.

Der Krieg hatte auch keinen spürbaren Einfluss auf die Erwartungen der im Business-Monitor befragten Top-Manager für den Euro. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Führungskräfte erwarten nach wie vor, dass sich der Euro auch im nächsten halben Jahr oberhalb der Parität zum Dollar bewegen wird. In der März-Umfrage war der Wert nur drei Prozentpunkte höher. Lediglich ein knappes Viertel der Manager (23 Prozent) rechnet damit, dass die europäische Währung in diesem Zeitraum wieder auf Parität mit dem US-Dollar sinken wird. Dass der Euro darunter sinken wird, hält nur eine kleine Minderheit von zwei Prozent für das wahrscheinlichste Szenario.

Die Erwartung, dass der Euro in den nächsten sechs Monaten oberhalb der Dollar-Parität notieren wird, ist unter Führungskräften in Großunternehmen am stärksten verbreitet. 81 Prozent rechnen damit. Manager in Kleinunternehmen sind skeptischer (70 Prozent). Vergangenen Donnerstag notierte der Euro um 1,09 Dollar.

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