Handelsblatt Business-Monitor: Top-Manager haben wieder Hoffnung für Standort Deutschland

Handelsblatt Business-Monitor
Top-Manager haben wieder Hoffnung für Standort Deutschland

Immerhin jeder vierte Manager hofft, dass sich die Bedingungen für Unternehmen in Deutschland in den kommenden zwölf Monaten verbessern werden.

DÜSSELDORF. Die deutschen Führungskräfte schöpfen wieder etwas Hoffnung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Im April ist immerhin jeder vierte Top-Manager (25%) davon überzeugt, dass sich die Standortbedingungen in den kommenden zwölf Monaten verbessern oder sie zumindest gleich gut bleiben. Dies ist das Ergebnis der April-Erhebung des Handelsblatt Business-Monitors, einer monatlichen Repräsentativ-Umfrage unter rund 870 Top-Managern des Landes. Im März sahen lediglich 19% der Befragten die Zukunft des Wirtschaftsstandorts so optimistisch. Nach dem Wahlsieg der rot-grünen Bundesregierung und der dann folgenden Politik der Koalition hatte sich die Stimmung der Spitzenmanager drastisch verschlechtert - die Beurteilung der Standortbedingungen fiel bis Dezember auf ein historisches Tief. Damals waren nur noch 8% optimistisch, mehr als 90% senkten den Daumen.

Doch trotz des Aufwärtstrends befinden sich die Einschätzungen der künftigen Standortbedingungen auf einem sehr niedrigen Niveau. Knapp jeder dritte Befragte (30%) rechnet im April damit, dass sie sich in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern. Weitere 45% glauben, dass sie gleich schlecht bleiben.

Die derzeitigen Standortbedingungen beurteilt die Wirtschaftselite als sehr desolat: Eine überwältigende Mehrheit von 88% beschreibt sie als "schlecht" oder "eher schlecht", nur 12% sieht sie als "gut" oder "eher gut". Auf ihre eigenen unternehmerischen Entscheidungen hat der verhalten wachsende Optimismus der Manager bislang aber keinen Einfluss: Die große Mehrheit der Befragten will sich in den nächsten zwölf Monaten weiter mit Investitionen zurückhalten: 38% der Führungskräfte berichten, ihr Unternehmen wolle die Investitionen zurückfahren, im März waren es 37%. Gerade einmal 14% planen höhere Investitionen, im Vormonat waren es 13%. Die Arbeitsmarkt-Misere dürfte sich in den nächsten zwölf Monaten verschärfen: Fast jedes zweite Unternehmen (45%) plant bis dahin weitere Entlassungen. Nur eine kleine Gruppe (11%) will Mitarbeiter einstellen.

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