Handelsblatt.com-Sentiment Umfrage-Auswertung
Dax-Sentiment: Vorsicht bleibt das Gebot der Stunde

Die Marktteilnehmer haben offensichtlich în den vergangenen Wochen viel Negatives verdrängt und einen gewissen Zweckoptimismus an den Tag gelegt. Solange die 4 000er Marke im Dax hielt, schien die Welt auch in Ordnung zu sein. Aktuell fällt aber auf, dass erstmals seit langer Zeit auch unentschlossene Leser klar Stellung beziehen.

DÜSSELDORF. Wie erwartet, testete der Deutsche Aktienindex vergangene Woche nicht nur seine übergeordnete Dreiecksbegrenzung bei 4 080 Punkten sondern durchbrach sie auch noch recht dynamisch. Damit wurde das seit langer Zeit erwartete und negative Szenario einmal mehr bestätigt. Zur Erinnerung: Seit Monaten mangelt es an einer so genannten Kapitulationsstimmung seitens der Investoren. So belegt es auch die Handelsblatt Sentimentumfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank.

Der Stimmungsindex für die mittelfristige Sichtweise - also auf Sicht der kommenden drei Monate - erreichte nur einmal seit Erhebungsbeginn negatives Terrain. Und das mit minus einem Prozent auch nur marginal. Die Marktteilnehmer haben offensichtlich Negatives stets verdrängt und einen gewissen Zweckoptimismus an den Tag gelegt. Solange die 4 000er Marke hielt, schien deren Welt auch in Ordnung zu sein. Auch aktuell verhält sich dieser Stimmungsindex mit zwei Prozent nach elf Prozent in der Vorwoche noch erstaunlich gut.

Einziger Ausweg wäre nun ein sofortiges Reversal und Rebreak der Dreieckslinie. Doch damit wäre der finale Abwurf nicht aufgehoben sondern auf der Zeitachse zunächst nur einmal verschoben. Ein Fehlsignal würde die jüngsten Bären arg in Bedrängnis bringen. Eine Squeeze bis zur oberen sekundären Abwärtstrendlinie wäre wahrscheinlich. Diese verläuft zum Wochenschluss bei 4 470 Punkten. Vorsicht bleibt das Gebot der Stunde.

Der Autor, Thomas Theuerzeit, ist Technischer Analyst bei Postbank - Financial Markets Research

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