Handelsblatt exklusiv
Behörden bleiben bei Attas Treffen mit Al-Ani

Tschechische und internationale Ermittler haben am Freitagnachmittag gegenüber dem Handelsblatt einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach ein angebliches Treffen des Flugzeug-Attentäters Mohammed Atta mit dem irakischen Geheimdienst in Prag zweifelhaft sei.

jow PRAG. Es bestünden keine Zweifel an dem von Tschechiens Innenminister Stanislav Gross und Staatspräsident Vaclav Havel bestätigten Treffen zwischen dem irakischen Agentenführer Ahmed Al-Ani und Atta in Prag. Das Treffen ist bisher die wichtigste von mehreren personellen Verbindungen zwischen den Attentätern vom 11. September und dem Irak.

Unter Berufung auf einen Bericht der Boulevardzeitung Super und "die arabische Gemeinschaft" in Tschechien hatte die Tageszeitung Mlada Fronta Dnes behauptet, es lasse sich keine Verbindung zwischen Atta und dem Irak herstellen. Vielmehr habe es sich bei dem Treffen um einen Doppelgänger Attas gehandelt, dessen Identität die Zeitung aber nicht preisgab. Die Agenten hätten diesen Mann mit Atta verwechselt. Den Bericht der Boulevardzeitung Super ziehen Ermittler indes in Zweifel, da ihm ein Besuch eines irak-freundlichen Redakteurs des Blattes auf Einladung von Bagdad zu Grunde liegt, der von einem irakischen Verbindungsmann begleitet wurde, den tschechische Ermittler als Agenten einstufen.

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