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Jobmisere setzt Personalberatern zu

Die Konjunkturschwäche, die Krise am Neuen Markt und die Folgen des 11. Septembers haben den Boom der Personalberatungsunternehmen gestoppt.

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) rechnet mit deutlichen Rückgängen im laufenden Jahr. Im Rekordjahr 2000 war der Umsatz noch um 20,5 % auf 2,5 Milliarden Mark geklettert. "Das Personalberatungsgeschäft ist stark konjunkturabhängig", sagte BDU-Präsident Rémy Redley dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Vor allem Großprojekte, bei denen Mitarbeiter für ganze Abteilungen gesucht werden, würden verzögert.

Die Kienbaum Consultants International, Marktführer bei der Personalsuche und Auswahl von Führungskräften, berichtet über ein Umsatzminus von 5 %. "Das Geschäft ist in der zweiten Jahreshälfte abgebröckelt", sagte Geschäftsführer Jochen Kienbaum im Gespräch mit dem Handelsblatt. Im ersten Halbjahr hatte das Unternehmen noch ein Plus von 9 % verbucht. Vor allem das Geschäft mit Unternehmen des Neuen Marktes, die in den Vorjahren massenweise Führungskräfte gesucht hatten, sei eingebrochen, erläutert Kienbaum. Durch die Insolvenzwelle müssten die Berater sogar Honorarausfälle verkraften. Mit einem Aufschwung sei frühestens zur Mitte des kommenden Jahres zu rechnen.

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