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'Handelsblatt': Hedge-Fonds setzen Telekom bei Fusion mit T-Online unter Druck

Ausländische Hedge-Fonds spekulieren einem Zeitungsbericht zufolge massiv auf eine Nachbesserung des im November beginnenden Barangebots der Deutschen Telekom für T-Online-Aktien .

dpa-afx DÜSSELDORF. Ausländische Hedge-Fonds spekulieren einem Zeitungsbericht zufolge massiv auf eine Nachbesserung des im November beginnenden Barangebots der Deutschen Telekom für T-Online-Aktien . "T-Online steht bei fast allen US-Hedge-Fonds derzeit ganz weit oben auf der Kaufliste", schreibt das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Investmentbankenkreise. T-Online hat sich laut Zeitung zum Thema Investoren nicht äußern wollen.

Der Bonner Konzern will bis Ende des kommenden Jahres T-Online mit der Festnetzsparte T-Com fusionieren. Doch offensichtlich deckten sich Spekulanten mit T-Online-Papieren ein, um die Telekom unter Druck zu setzen, heißt es in der Zeitung.

Bei der Bekanntgabe der Verschmelzungspläne hatten sich nach Angaben von Telekom-Finanzchef Karl Gerhard Eick 319 Mill. T-Online-Aktien nicht im Besitz der Deutschen Telekom befunden. Seither hätten bereits 92 Mill. T-Online-Aktien zu einem höheren Preis als der angekündigten freiwilligen Barofferte von 8,99 Euro den Besitzer gewechselt, schreibt das "Handelsblatt". Das seien rund 7,5 Prozent der gesamten T-Online Anteile und rund 30 Prozent aller an der Börse gehandelten T-Online Aktien. Nach Informationen von Insidern "trat die Deutsche Telekom seit der Ankündigung nicht als Käufer an den Märkten auf".

Ziel: Mehr ALS zehn Prozent DER T-Online-Aktien Unter Kontrolle ZU Bekommen

"Ziel der Aufkäufe ist es, mehr als zehn Prozent der T-Online-Aktien unter Kontrolle zu bekommen", zitiert die Zeitung einen Mitarbeiter einer Londoner Investmentfirma. Würde es der Telekom nämlich nicht gelingen 90 Prozent der T-Online-Anteile zu bekommen, müsste T-Online bis zum endgültigen Abschluss der Verschmelzung zum Beispiel weiterhin kostspielige Hauptversammlungen organisieren.

Eine Schlüsselrolle im Poker um T-Online könnte dem französischen Medienkonzern Lagardere zufallen. Während die Deutsche Telekom knapp 74 Prozent der Anteile an T-Online besitzt, halte Lagardere 5,7 Prozent. "Würde sich Lagardere einer Investorengruppe anschließen, wären zehn Prozent schnell erreicht", wird ein Investor zitiert.

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