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'Handelsblatt': Terra Firma bleibt als einziger Bieter für Tank & Rast übrig

In den nächsten 48 Stunden entscheidet sich, ob Tank & Rast an den britischen Finanzinvestor Terra Firma verkauft oder an die Börse gebracht wird. Wie das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) aus Finanzkreisen erfuhr, gibt es nur noch diese beiden Optionen.

dpa-afx DÜSSELDORF. In den nächsten 48 Stunden entscheidet sich, ob Tank & Rast an den britischen Finanzinvestor Terra Firma verkauft oder an die Börse gebracht wird. Wie das "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) aus Finanzkreisen erfuhr, gibt es nur noch diese beiden Optionen. Der Finanzinvestor Terra Firma bietet nach Angaben aus Verhandlungskreisen rund 1,1 Mrd. Euro für den Raststättenbetreiber. "Das Beteiligungsunternehmen ist weiter fest entschlossen, Tank & Rast zu kaufen", sagte ein Verhandlungsteilnehmer

Terra Firma ist aus einer Spezialfinanzierungseinheit der japanischen Bank Nomura hervorgegangen. Noch heute ist Nomura stark bei den Beteiligungsfonds von Terra Firma engagiert. Die Eigentümer von Tank & Rast, die Finanzinvestoren Apax und Allianz Capital Partners sowie die Lufthansa , streben eine rasche Entscheidung an. Die erste Resonanz aus der seit Montag laufenden Vorvermarktung der Aktien bei Großanlegern ist nach Informationen aus Finanzkreisen "durchaus positiv".

Wenn sich die Gesellschafter von Tank & Rast für eine Emission entscheiden sollten, werde das Volumen bei maximal 450 Mill. Euro liegen. Davon sei der Großteil für eine Kapitalerhöhung reserviert worden. Da vor allem institutionelle Investoren angesprochen würden, seien keine Vergünstigungen wie Gratisaktien für Kleinanleger geplant, hieß es weiter. Tank & Rast wollte die jüngste Entwicklung nicht kommentieren.

Der ehemalige Bäckereiunternehmer Heiner Kamps ist als Interessent für Tank & Rast nach Angaben aus Verhandlungskreisen aus dem Bieterrennen ausgeschieden, da er auf unüberwindbare Probleme bei der Finanzierung der Transaktion gestoßen sei. Kamps selbst war zur keiner Stellungnahme zu erreichen. Offenbar war Nomura auch als Fremdkapitalgeber für Kamps eingeplant, was zu einem Interessenskonflikt geführt haben soll, wie es in Finanzkreisen heißt.

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