Handelsblatt-Umfrage
Irak-Krieg hat deutsche Wirtschaft kaum beeinträchtigt

Der Irak-Krieg hat die deutsche Wirtschaft kaum beeinträchtigt. Das ist das Ergebnis der April-Umfrage im Rahmen des Handelsblatt-Business-Monitors (Dienstagausgabe) unter 866 Spitzen-Managern.

DÜSSLELDORF. Über starke negative Folgen des Krieges für das eigene Geschäft klagten nur 5% (Februar: 9%). Nahezu unverändert blieb der Anteil derer, die gar keine Beeinträchtigung ihrer Geschäfte feststellen konnten: 63% sahen April keine negativen Auswirkungen - im Februar waren es 65%. Auch die Folgen für die deutsche Wirtschaft werden insgesamt als nicht gravierend eingeschätzt. Nur noch 20% erwarten, dass der Krieg die deutsche Wirtschaft stark beeinträchtigt (Februar: 26%). 69% sind der Meinung, dass der Krieg die heimische Konjunktur etwas belastete (Februar: 55%). Nahezu unverändert ist der Großteil der Top-Manager (April:78%; Februar: 79%) der Ansicht, dass die politischen Spannungen zwischen Deutschland und den USA nicht zu einer Verschlechterung des US-Geschäfts ihres Unternehmens führen wird.

Nach Kriegsende werde sich die wirtschaftliche Lage noch in diesem Jahr verbessern, schätzt eine knappe Mehrheit der Top-Manager. Zwar rechnen nur 3% mit einer deutlichen Erholung, aber immerhin 47% der Befragten sind der Meinung, dass sich die Lage "etwas" verbessern wird. 44% erwarten, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation nicht günstiger entwickelt.

Im Auftrag des Handelsblatts befragt das Psephos-Institut für Wahlforschung und Sozialwissenschaft seit Februar/März 1999 neun Mal pro Jahr ein repräsentatives Panel von deutschen Führungskräften. Für die Panel-Welle April 2003 wurden in der Zeit vom 27. März bis 11. April 866 Führungskräfte telefonisch interviewt.

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