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«Handelsblatt»: Wirtschaftsprofessorin Weder wird Wirtschaftsweise

Berlin/Mainz (dpa) - Die Mainzer Wirtschaftsprofessorin Beatrice Weder di Mauro wird nach einem Bericht des «Handelsblatt» Nachfolgerin von Axel Weber im Sachverständigenrat. Die Bundesregierung habe sich darauf verständigt, die 38 Jahre alte Ökonomin zu nominieren.

Berlin/Mainz (dpa) - Die Mainzer Wirtschaftsprofessorin Beatrice Weder di Mauro wird nach einem Bericht des «Handelsblatt» Nachfolgerin von Axel Weber im Sachverständigenrat. Die Bundesregierung habe sich darauf verständigt, die 38 Jahre alte Ökonomin zu nominieren.

Auf der Tagesordnung der Kabinettssitzung an diesem Mittwoch stehe die Personalie allerdings noch nicht, schreibt das «Handelsblatt». Aus Regierungskreisen, dem Sachverständigenrat und der Mainzer Universität wurde der angebliche Vorschlag des Wirtschaftsministeriums zunächst nicht bestätigt.

Experten gehen jedoch davon aus, dass Weder die Mauro mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Kreis der «Fünf Weisen» stoßen wird. Sie galt seit längerem als Favoritin im Kreis der möglichen Nachfolger. Die Abstimmungen in der Regierung und mit dem Kanzleramt sind aber noch nicht abgeschlossen.

Weder di Mauro wäre in dem 41-jährigen Bestehen des Gremiums die erste Frau, die in den Sachverständigenrat aufrückt. Die Stelle war vakant geworden, nachdem die Bundesregierung den Wirtschaftsweisen Axel Weber zum Nachfolger des über die Hotelkosten-Affäre gestürzten Bundesbank-Chefs Ernst Welteke berufen hatte.

Weder di Mauro lehrt laut «Handelsblatt» seit April 2001 an der Universität Mainz Wirtschaftspolitik sowie internationale Makroökonomie und hat sich auch auf kapitalmarktnahe Themen konzentriert. Wissenschaftlich habe die 38-jährige, die einen schweizerischen und einen italienischen Pass besitze, eine steile Karriere hingelegt: Nach Stationen in Harvard, bei der Weltbank und dem Währungsfonds habe sie unter anderem für Bundesbank, IWF und OECD geforscht. Auch mit Politik-Beratung habe Weder di Mauro bereits Erfahrung. Laut «Handelsblatt» hat sie unter anderen das Schweizer Wirtschafts- und das Außenministerium beraten.

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