Handelsende: Coca-Cola und 3M belasten US-Standardwerte

Handelsende
Coca-Cola und 3M belasten US-Standardwerte

Der Dow-Jones-Index schloss deutlich im Minus. Die Technologiebörse Nasdaq schnitt dagegen besser ab - dank guter Zahlen von Microsoft und Intel.

rtr NEW YORK. Starke Kursverluste bei den Großunternehmen 3M und Coca-Cola haben am Mittwoch den Dow-Jones-Index deutlich ins Minus gedrückt. Die unerwartet starken Quartalszahlen von Intel und Microsoft haben dagegen die US-Technologiebörse Nasdaq gestützt.

Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss um 1,8 % im Minus bei 8255 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P-Index fiel um 1,2 % auf rund 880 Punkte. Der Nasdaq-Index stieg dagegen um 0,2 % auf 1394 Zähler.

Der Kurs des Dow-Schwergewichts 3M fiel um 3,47 % auf 129 Dollar. Die Investmentbank J.P. Morgan hatte zuvor die Gewinnprognose für den Mischkonzern für dieses und nächstes Jahr gesenkt.

Der Kurs der ebenfalls im Dow-Jones-Index notierten Coca-Cola-Aktie gab um 6,18 % auf 39,90 Dollar nach. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, dass der US-geführte Krieg gegen den Irak, der Generalstreik in Venezuela und das in Deutschland eingeführte Dosenpfand das Geschäft im abgelaufenen Quartal beeinträchtigt hätten. Der Absatz von Coca-Cola sei in mehreren der über 200 Märkte des Unternehmens schwach gewesen, sagte J.P.Morgan-Analyst John Faucher. "Das Absatzergebnis lag in allen Regionen mit Ausnahme von Asien unter den Erwartungen", fuhr Faucher fort.

Der Dow-Wert Caterpilar gab um 1,8 % auf 51,41 Dollar nach. Der Hersteller von Baumaschinen wies zwar für das erste Quartal einen Gewinnanstieg aus, äußerte sich aber über die künftige Geschäftsentwicklung vorsichtig.

Kursgewinne wurden dagegen vor allem bei den Technologiewerten verzeichnet, nachdem der weltgrößte Chip-Hersteller Intel und der Software-Riese Microsoft am Vorabend nach Börsenschluss starke Quartalszahlen und einen leicht verbesserten Ausblick vorgelegt hatten. Intel-Aktien legten um rund sechs Prozent auf 18,16 Dollar zu, Microsoft-Papiere verteuerten sich um 1,26 % auf 24,92 Dollar. Die jüngsten Ergebniszahlen seien in Ordnung, sagte Investmentstratege Al Kugel. Es gebe Anzeichen dafür, dass die Unternehmen allgemein in die Gewinnzone zurückkehrten, wenn auch vor allem durch Kostensenkungen, sagte ein Analyst. Dies sei langfristig eine gute Nachricht. Bei einem Konjunkturaufschwung würden nämlich dadurch die Gewinne der Unternehmen anhaltend steigen.

Auch die am Mittwoch veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen zum Teil besser als erwartet aus. Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg im März aufs Jahr hochgerechnet auf 1,78 Mill. Einheiten und damit stärker als von Analysten erwartet. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 99,15/32. Sie rentierten mit 3,94 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 27/32 auf 107-4/32 und hatten eine Rendite von 4,90Prozent.

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