Handelsgericht ordnet Untersuchung an
Übernahmestreit zwischen Gucci und LVMH geht weiter

afp AMSTERDAM. Der Streit um die Übernahme des italienischen Modehauses Gucci geht in eine neue Runde. Das Handelsgericht in Amsterdam ordnete am Donnerstag eine Untersuchung an, die das Vorgehen von Gucci und dem verbündeten französischen Kaufhaus- und Versandhandelskonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) überprüfen soll. Das Gericht gab damit einem Antrag des französischen Luxusgüterkonzerns Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) statt, der durch die gemeinsame Abwehrstrategie von Gucci und PPR mit einem Übernahmeversuch bei Gucci gescheitert war.



Anfang 1999 hatte LVMH 34,4 % am Gucci-Kapital erworben und war damit Hauptaktionär geworden. Gucci reagierte darauf mit einer Kapitalerhöhung und trat 42 % seiner Anteile an PPR ab. Dadurch schmolz der LVMH-Anteil auf 20,6 % zusammen - der Übernahmeversuch durch LVMH war abgewehrt. LVMH argumentierte vor Gericht, mit der Kapitalerhöhung habe Gucci die Interessen seiner Aktionäre verletzt. Die nun von den Richtern ins Leben gerufene Untersuchungskommission setzt sich aus drei niederländischen Experten zusammen. Die Kosten muss Gucci tragen.

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