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Handelshaus AVA sieht sich weiter auf Rekordkurs

Deutschlands drittgrößter Lebensmittelhändler plant für 2001 ein neues Rekordergebnis und will zudem zum Jahresende bei der kriselnden Baumarktsparte die Trendwende schaffen.

Reuters BIELEFELD. "Das Ergebnis im gewöhnlichen Geschäft wird leicht über dem Rekordergebnis des Vorjahres liegen", sagte Vorstandschef Kurt Lindemann am Dienstag. Für die von der Baukrise und dem schlechten Wetter gebeutelten Baumärkte werde zum Jahresende "eine leichte schwarze Null" angestrebt. Zudem führe die AVA mit der Rewe(Toom-Märkte) und der österreichischen Baumax Gespräche über eine Zusammenarbeit, sagte Lindemann.

Die AVA werde weiter über dem Marktdurchschnitt zulegen, prognostizierte der Chef des am Umsatz gemessen nach der Metro-Gruppe und der Rewe drittgrößten deutschen Lebensmittelhändlers. Lindemann schränkte aber ein: "Beim Konsumklima rechnen wir eher mit Gegenwind als mit Rückenwind". Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte er das Ziel, den Umsatz um rund fünf Prozent auf 10,8 Mrd. DM zu steigern. Das Ergebnis werde leicht höher ausfallen, nachdem 2000 das Ergebnis im gewöhnlichen Geschäft um 35,7 % auf 267 Mill. DM geklettert war. Der Überschuss für 2000 wurde mit 160 (113) Mill. DM ausgewiesen. Im laufenden Jahr sei die Eröffnung von vier SB-Warenhäusern, drei Verbrauchermärkten und vier Baumärkten geplant. Alle AVA-Häuser - mit Ausnahme der Krane-Optic - sollen bis Ende 2002 unter dem Namen "Marktkauf" agieren.

Licht am Horizont sieht der AVA-Chef für die kriselnden Baumärkte. Nach dem Ergebniseinbruch im ersten Quartal seien im Mai und April die Umsätze angezogen. 2001 sei ein ausgeglichenes Ergebnis möglich. 2002 werde die Baumarktsparte zur alten Rendite von zwei Prozent zurückgekehrt sein. Lindemann bestätigte Gespräche mit der Rewe und der Baumax-Gruppe. Offizell gab es bei Rewe keinen Kommentar zu den Gesprächen mit der AVA. Die Kölner Gruppe mit ihren Toom-Baumärkten und die österreichische Baumax kaufen gemeinsam in Fernost ein und entwickeln Eigenmarken.

Der Konzern betreibt den Angaben zufolge mit rund 29 000 Mitarbeitern mehr als 110 SB-Warenhäuser, 54 Verbrauchermärkte, 140 Baumärkte und 86 Optik-Filialen, an denen die AVA zu 75 % beteiligt ist. An der AVA selbst hält die Hamburger Handelsgruppe Edeka 49,9 % der Anteile.

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