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Handelskammertag fordert Nullrunde für den öffentlichen Dienst

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (Dihk) hat die rund 2,6 Mill. Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes aufgefordert, auf Einkommenserhöhungen zu verzichten.

dpa BERLIN. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (Dihk) hat die rund 2,6 Mill. Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes aufgefordert, auf Einkommenserhöhungen zu verzichten.

Dihk-Präsident Ludwig Georg Braun sagte der Zeitung "Die Welt": "Ich bin für eine Nullrunde im Öffentlichen Dienst. Angesichts der dramatischen Haushaltslage in den Kassen von Bund, Ländern und Gemeinden gibt es in der kommenden Lohnrunde nichts zu verteilen."

Einkommenserhöhungen würden den Schuldenberg der öffentlichen Haushalte vergrößern und kommende Generationen damit noch stärker belasten, argumentierte Braun. "Zudem haben die Beamten, Angestellten und Arbeiter im Öffentlichen Dienst eine weitaus höhere Arbeitsplatzsicherheit als alle anderen Berufsgruppen. Als Gegenleistung darf man erwarten, daß sie auf Einkommenserhöhungen verzichten, wenn es dem öffentlichen Wohl dient und Steuererhöhungen vermeidet."

Heute will die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die am 20. Januar beginnende Tarifrunde im öffentlichen Dienst ihre Forderungen festlegen. Dazu kommt die Bundestarifkommission in Kassel zusammen. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske strebt eine Einkommenserhöhung um zwei Prozent wie in den Tarifabschlüssen bei Post, Banken und der privaten Abfallwirtschaft an.

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