Handelskonzern legt Quartalszahlen vor
Metro: Steigerung beim Ergebnis erwartet

Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro legt am Mittwoch seine Zahlen für das dritte Quartal vor. Trotz Konjunkturflaute erwarten Experten sowohl im Quartal als auch im Neumonatszeitraum eine Steigerung bei Umsatz und Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

ddp.vwd DÜSSELDORF. Beim operativen Ergebnis rechnen Analysten für den Zeitraum Januar bis September durchschnittlich mit einem Plus von 332,8 Millionen Euro (648,96 Millionen Mark) nach 309 Millionen Euro zuvor. Beim Umsatz wird eine Steigerung um 1,8 Milliarden auf 34,8 Milliarden Euro erwartet. Auch für das dritte Quartal weisen die Prognosen nach oben.

Im zweiten Quartal hatte der viertgrößte Handelskonzern der Welt gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Umsatzsteigerung von 11,16 Milliarden auf 11,87 Milliarden Euro erreicht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 192,8 Millionen nach 175,6 Millionen Euro im ersten Quartal. Im ersten Halbjahr lag der Konzernumsatz damit bei 23,1 Milliarden nach rund 21,8 Milliarden Euro und das Ebit bei 206,5 Millionen nach 185,6 Millionen Euro.

Die HypoVereinsbank rechnet zwar mit Einbußen in Folge der Terroranschläge in den USA, bleibt aber für das Gesamtjahr 2001 bei ihrer Wachstumsprognose, die leicht unter der des Konzerns selbst liegt. Metro will den Umsatz nach eigener Aussage um mindestens sieben Prozent und den Gewinn je Aktie um über zehn Prozent steigern. Entscheidend ist dabei der Verlauf des Weihnachtsgeschäfts.

Barbara Ambrus von der Landesbank Baden-Württemberg geht davon aus, dass Metro seine Jahresprognose aufrecht erhalten kann. Selbst wenn der operative Ertrag unter Druck käme, blieben hohe Einmalerträge aus Beteiligungsverkäufen. Die erfolgreiche Großhandelsparte sei im dritten Quartal voraussichtlich um acht Prozent gewachsen. Auch die Real-Supermärkte und der eigentlich problematische Elektronikbereich hätten Umsatzsteigerungen von vier und neun Prozent erzielt.

Die Warenhäuser dürften allerdings nur durch das neue Engagement in Belgien auf ein Wachstum von drei Prozent gekommen sein, erklärte Ambrus. Die besonders problematische Sparte Praktiker-Baumärkte und Extra-Supermärkte träten beim Erlös auf der Stelle. Mit Blick auf den Ertrag erwartet die Analystin hingegen eine starke Verbesserung bei Praktiker, wo jetzt die Umbaukosten wegfielen. Auch Real dürfte bessere Margen aufweisen. Bei Extra sowie Cash&Carry sei im dritten Quartal mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen, während die Warenhäuser und die Elektronik schlechtere Margen eingefahren haben dürften.

Die Metro-Aktien gehörten bis zum Nachmittag zu den Gewinnern im Deutschen Aktienindex (DAX). Sie gewannen mehr als zwei Prozent und notierten bei 37,60 Euro.

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