Handelsplattform mit Houston Street Exchange
RWE will Strom auch im Internet handeln

Reuters ESSEN. Der Essener Energiekonzern RWE AG will vom 25. September an Strom über das Internet kaufen und verkaufen. Zusammen mit niederländischen Houston Street Exchange werde man eine entsprechende Handelsplattform zur Verfügung stellen, teilte das Unternehmen heute in Essen mit. Gleichzeitig werde sich RWE mit fünf Prozent an der Partnergesellschaft beteiligen. RWE sehe die Plattform als Weiterentwicklung des sich dynamisch entwickelnden Marktes für Stromhandel. Bislang handelt das Essener Unternehmen, das in Kürze mit der Dortmunder VEW fusionieren will, an den Strombörsen in Amsterdam, Frankfurt und Leipzig.

Die Internetplattform stehe in Konkurrenz zu den klassischen Börsen, sagte Ralf Schäfer, Sprecher der im Zuge der Fusion entstehenden RWE Trading GmbH. In den vielen Börsen und Plattformen kommt seiner Ansicht nach die Neuheit des Marktes zum Ausdruck. Alles werde ausprobiert, aber nicht alles werde Bestand haben. Von den drei bestehenden Börsen räumt er der Frankfurter European Energy Exchange (EEX) die größten Überlebenschancen ein. Die Leipziger Power Exchange (LPX) habe nur eine Chance, wenn der osteuropäische Markt voll integriert werden könnte. Amsterdam habe auch nicht die hinreichende Größe.

Einfache Zugangsmöglichkeiten für alle Marktteilnehmer, hohe Flexibilität und geringe Markteinführungszeit für neue Handelsprodukte sind nach RWE-Auffassung die Vorteile der elektronischen Handelsplattform. In der Anfangsphase wird mit einem monatlichen Handelsvolumen von rund fünf Mrd. Kilowattstunden gerechnet. Die EEX erzielte Ende August mit 21 Mill. Kilowattstunden einen Tages-Umsatzrekord.

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