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Handelsschluss im Minus

An der Wall Street geht ein unspektakulärer Handelstag zu Ende. Sowohl der Dow Jones als auch der technologielastige Nasdaq Index mussten den Handel nach einigem Hin und Her mit Kursverlusten beschließen. Gegen den allgemeinen schwachen Trend konnten sich zwar Pharma-, Technologie- und Energiewerte verteuern, allerdings reichten die Punktgewinne nicht, um die Börsenbarometer ins positive Terrain zu ziehen.

Zu den größten Verlierern zählten am Montag vor allem die Finanztitel. Nachdem Prudential Securities die Aktie von J.P. Morgan Chase von "halten " auf "verkaufen" abstufte, geriet die Branche unter die Räder. Die Tatsache, dass eine Vielzahl anderer Analystenhäuser zum Kauf der Aktie empfohlen hat, beschwichtigte die Anleger nicht. Nach der Fusion von Chase Manhattan und J.P. Morgan wird die Verschmelzung beider Unternehmen zu einem Konzern länger dauern als erwartet, so die Analysten von Prudential Securities. Faule Kredite würden das Ergebnis des Finanzinstituts mindern. Die Experten reduzierten sowohl die Gewinnerwartungen für dieses als auch für das kommende Jahr. J.P. Morgan Chase, American Express und die Citigroup zählten zu den größten Dow Jones Verlierer.

An der Nasdaq konnten neben Biotechnologietiteln auch die Aktien von Netzwerkgigant Cisco Systems an Punkten zulegen. Der weltgrößte Netzwerkausstatter versüßte den Anlegern das Warten auf die Quartalsdaten am Dienstag mit guten Nachrichten. Cisco wird künftig China Telekomms Tochter ChinaNet beliefern. ChinaNet ist der größte Internet-Provider in China. Die Analysten von Lehman Brothers erhöhen das Kursziel der Aktie von 20 auf 24 Dollar. Die Mehrheit der Analysten rechnet mit einem Quartalsergebnis von zwei Cents pro Aktie. Die Aktie legte leicht an Wert zu.

Konkurrent Lucent büßte dagegen über sechs Prozent an Punkten ein, nachdem der weltgrößte Telekommunikationsausrüster die Markteilnehmer über die Neubesetzung im Management informierte. Nach langem Ringen besetzte der Konzern den Posten des Finanzchefs neu. Nachdem die Aktie nach dem Amtsantritt der vorherigen Finanzchefin rund 80 Prozent einbüßten, erhoffte sich die Unternehmensleitung nun durch den Personalwechsel Besserung. Die Anleger zeigten sich jedoch bisher davon wenig überzeugt.

Auch 3Com gehörte zum Wochenanfang zu den ungeliebten Kinden. Morgens noch im Plus, rutschte der Wert am Nachmittag immer weiter in die Verlustzone. Der Hersteller von Netzwerkzubehör kündigte erneut an, massiv Stellen abzubauen. Das Unternehmen will jährliche Kosten in Höhe von einer Milliarde Dollar einsparen. Bereits im Februar hatte 3Com gemeldet, dass 1.200 Mitarbeiter oder zehn Prozent der Belegschaft entlassen werden sollen. Nun will 3Com insgesamt rund 30 Prozent der Arbeitskräfte entlassen.

Trotz unerfreulicher Nachrichten notierte die Aktie von Fedex leicht in der Gewinnzone. Der Paket-Lieferservice warnte die Anleger am Morgen vor enttäuschenden Geschäftsdaten für das laufende Quartal. Auch im kommenden Quartal könnte Fedex die Erwartungen verfehlen. Durch die abnehmende Anzahl von gewinnbringender Expresszustellungen komme weniger Geld in die Kassen. Konkurrent UPS hat ebenfalls unter der schwachen Wirtschaftslage zu leiden.

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