Handelsschluss: Positive Zahlen geben US-Börsen Auftrieb

Handelsschluss
Positive Zahlen geben US-Börsen Auftrieb

Die positiven Bilanzen etlicher wichtiger Unternehmen haben an der Wall Street die Sorgen der Investoren verdrängt.

rtr NEW YORK. Positive Quartalsbilanzen von Finanzunternehmen wie Citigroup haben am Montag an der Wall Street die Besorgnis der Investoren über schwache US-Unternehmensergebnisse verdrängt und den Kursbarometern Auftrieb verliehen.

Der Standardwerte-Index Dow Jones legte bis Handelsschluss 1,8 % auf rund 8351 Punkte zu. Der Nasdaq-Index kletterte um 1,9 % auf knapp 1385 Zähler. Der marktbreite S&P500-Index verbesserte sich um 1,95 % auf 885 Punkte.

Die Quartalsergebnisse von Citigroup, Bank of America und anderen Finanzfirmen hätten die Anleger zu verstärkten Käufen ermutigt, sagten Händler. "Die Ergebnisse, die wir heute gesehen haben, waren solide", sagte Sean Martin, Händler von A. Gary Schilling & Co. Viele Investoren hätten offenbar mit schlechteren Zahlen gerechnet. Wegen der Sorgen vor schwachen Quartalsbilanzen hatten die US-Aktienbörsen in der vergangenen Woche weitgehend Kursrückgänge verzeichnet.

Der Irak-Krieg rückt Händlern zufolge an der Wall Street immer weiter in den Hintergrund. Vielmehr richteten sich nun die Blicke auf die Berichtssaison in den USA, die am Montag nach Börsenschluss mit der Quartalsbilanz von IBM fortgesetzt wird. IBM-Aktien stiegen bereits vor der Bekanntgabe des Ergebnisses um 1,7 % auf 80,07 Dollar.

Die Ergebnisse von Finanzunternehmen hatten die Investoren Analysten zufolge fürs Erste freundlich gestimmt. Citigroup hatte vor Börseneröffnung einen Anstieg des Quartalsgewinns um 18 % bekannt gegeben. Das von einer hohen Kreditnachfrage gestützte Ergebnis lag etwas über den Analystenerwartungen. Citigroup-Aktien legten um 2,9 % auf 38,43 Dollar zu.

Der Gewinn der Bank of America stieg im ersten Quartal nach Angaben des Unternehmens um elf Prozent auf 1,59 Dollar je Aktie. Das Ergebnis übertraf die Prognosen von Analysten um elf Cent je Aktie. Der Aktienkurs legte am Montag um 0,8 % auf 71,91 Dollar zu.

Der größte US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae steigerte den Gewinn im ersten Quartal sogar um 60 %, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Finanzkonzern habe von der starken Bauaktivität in den USA profitiert. Fannie-Mae-Titel kletterten um 3,6 % auf 71,49 Dollar. Der S&P Finanzindex stieg um 2,2 %. "Dies könnte ein deutliches Zeichen für den Bankensektor sein und für eine Reihe von Bilanzen, die besser als erwartet ausfallen", sagte Harry Michas, Analyst von manmarketmonitor.com.

Allein in dieser Woche werden die Quartalsberichte von 1300 US-Firmen erwartet. Ein Drittel der 30 im Dow-Jones-Index gelisteten Unternehmen werden ihre Bilanzen vorlegen. Einer Analysten-Umfrage von Thomson First Call werden die Gewinne im ersten Quartal um 8,3 % besser ausfallen als im Vorjahresquartal. Die Gewinne von Energie-Unternehmen ausgenommen beträgt der prognostizierte Gewinnanstieg allerdings nur noch 1,6 %.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,11 Mrd. Aktien den Besitzer. 2414 Werte legten zu, 859 gaben nach und 168 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,14 Mrd. Aktien 2040 im Plus, 1079 im Minus und fünf unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 98,27/32. Sie rentierten mit 4,016 %. Die 30-jährigen Bonds verloren 13/32 auf 105,3/32 und hatten eine Rendite von 4,978 %.

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