Handelsverlauf
US-Börsen gewinnen leicht am Hexensabbat

Ein positiver Ausblick von Qualcomm sorgt Kursgewinne. Nach drei Tagen mit Verlusten geht es wieder aufwärts.

rtr NEW YORK. Die US-Börsen haben am Freitag in einem schwankenden Handelsverlauf freundlich tendiert, nachdem sie drei Handelstage in Folge Verluste verbucht hatten. Der positive Ausblick des US-Mobilfunkausrüsters Qualcomm ermutige einige Schnäppchenjäger zu Käufen, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index stieg im New Yorker Nachmittagshandel um 0,48 % auf 7980 Zähler, der Nasdaq-Index kletterte 0,43 % auf 1221 Punkte.

Dennoch belasteten Kriegsängste und Sorgen um die US-Wirtschaft die allgemeine Stimmung. "Ich denke, dass der Markt mindestens zu 20 % unterbewertet ist, aber wir haben es hier mit demoralisierten Anlegern zu tun", beschrieb Stanley Nabi von Credit Suisse die Situation.

Leuchtender Stern am sonst eher düsteren Himmel der Technologiewerte war Händlern zufolge Qualcomm. Die Aktien des Mobilfunkausrüsters legten zeitweise um acht Prozent auf 27,84 Dollar zu. Am Vorabend hatte das Unternehmen seine Prognose für die Auslieferungen der von ihm hergestellten Handy-Chips im vierten Geschäftsquartal angehoben.

Dagegen verloren die Aktien des Energieversorgers Duke Energy Corp um rund sieben Prozent auf 19,95 Dollar, nachdem der Konzern seinen Gewinnausblick für 2002 nach unten revidiert hatte.

Zur Handelseröffnung hatten die Indizes Gewinne verzeichnet, um dann später für kurze Zeit ins Minus zu drehen. Am Freitag war an der Börse der so genannte "dreifache Hexensabbat". Dies bezeichnet den Verfallstag sowohl für Terminkontrakte als auch für Aktien- und Indexoptionen. An diesem besonderen Handelstag sind schwankende Kurse Experten zufolge üblich, weil die Anleger die Kurse der Aktien, auf die sie Derivate besitzen, in letzter Minute noch in die gewünschte Richtung zu drücken versuchen.

Des Weiteren hätten die bisherigen Vorankündigungen der Unternehmen zum Quartalsverlauf die Investoren negativ überrascht, sagten Analysten. Anstelle der erhofften Verbesserung deute sich nun offenbar eine weitere Verschlechterung der Lage an.

Auch die Angst vor einem drohenden Krieg im Irak laste weiter auf den Kursen, sagten Händler. Die "Washington Times" hatte berichtet, US-Militärplaner hielten den kommenden Februar für die beste Zeit, um mit massiven Luftangriffen einen Krieg gegen Irak zu beginnen.

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