Handelsvolumen zu gering für eindeutigen Markttrend
US-Börsen schließen leicht im Minus

Die US-Börsen haben am Donnerstag bei dünnem Geschäft leicht im Minus geschlossen. Händler sagten, der überraschend starke Rückgang der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe habe die Investoren beruhigt. Nach dem Weihnachtsfeiertag am Mittwoch sei das Handelsvolumen aber so gering, dass ein eindeutiger Markttrend kaum festzustellen sei.

Reuters NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,18 Prozent auf rund 8433 Punkten kaum verändert. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,31 Prozent auf rund 890 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Index büßte leicht um 0,33 Prozent auf rund 1368 Punkte ein.

Tony Cecin von U.S. Bancorp Piper sagte, es gebe keinen Auslöser für die leichten Kursverluste im späten Geschäft. "Ich vermute, es war ein Verkaufsprogramm." Gary Wedbush, Leiter des Handelsbereiches bei Wedbush Morgan in Los Angeles, fügte hinzu: "Das Volumen ist so gering, und möglicherweise gibt es auch einen leicht positiven Effekt nach den niedriger als erwartet ausgefallenen Erstanträgen. Aber der Umsatz ist so gering, dass man nicht zu viel hineinlesen sollte."

Im frühen Geschäft hatten die Daten zur Entwicklung der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe noch die Kurse gestützt. "Es stimmt erwartungsfroh, dass die Entlassungen und die Kostensenkungen hinter uns liegen und wir bessere Geschäftszahlen 2003 erwarten können", kommentierte Owen Fitzpatrick von Deutsche Bank Private Banking die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Nach Regierungsangaben fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche deutlich stärker als erwartet auf 378 000 von revidierten 438 000 in der Vorwoche. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit 404 000 Erstanträgen gerechnet.

Der gestiegene Ölpreis, anhaltende Kriegsängste sowie Sorgen um die Konjunkturentwicklung in den USA trübten aber weiterhin die Stimmung der Anleger. "Der Markt ist seit einiger Zeit in einer Seitwärtsbewegung, an einem Tag geht es nach oben, den nächsten nach unten. Das könnte die Basis für eine Rally zum Jahresbeginn sein", sagte Harry Michas, Terminkontrakte-Händler bei manmarketmonitor.com.

Die Aktien von Wal-Mart Stores schlossen nach Gewinnen im frühen Geschäft mit plus 0,12 Prozent wenig verändert auf 49,76 Dollar. Der weltgrößte Einzelhändler hatte wegen sinkender Nachfrage seine Umsatzprognose für Dezember nach unten revidiert. Händler sagten, die Mitteilung stärke Befürchtungen, den US-Einzelhändlern drohe in diesem Jahr das schwächste Weihnachtsgeschäft seit mehr als 30 Jahren.

Die Aktien des Pharmakonzerns Pfizer verloren rund 4,3 Prozent auf 30,02 Dollar und waren der umsatzstärkste Wert an der New Yorker Börse. Nach den Ergebnissen einer Studie verringert ein von Pfizer mit vermarktetes Arthritis-Mittel das Risiko von Blutungen nicht so stark wie geplant. Umsatzstärkster Wert an der Nasdaq waren die Aktien des Computerkonzerns Sun Microsystems, die 3,4 Prozent auf 3,23 Dollar zulegten. Ein Bundesrichter hatte am Montag den Softwarekonzern Microsoft angewiesen, in sein Betriebssystem Windows die Sun-Programmiersprache Java zu übernehmen. Microsoft-Aktien büßten 0,8 Prozent auf 53,39 Dollar ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,72 Milliarden Aktien den Besitzer. 1887 Werte legten zu, 1313 gaben nach und 190 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 0,8 Milliarden Aktien 1744 im Plus, 1515 im Minus und 19 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 100-25/32. Sie rentierten mit rund 3,90 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 4/32 auf 107-26/32 bei einer Rendite von rund 4,86 Prozent.

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