Handelswachstum von mehr als 10 Prozent geschätzt
Weltweiter Warenhandel kräftig in Schwung

Nach zwei mageren Jahren ist der weltweite Warenhandel 2000 wieder kräftig in Schwung gekommen. In diesem Jahr schätzt die Welthandelsorganisation (WTO) das Handelswachstum auf mehr als 10 %, was einer satten Verdoppelung gegenüber 1999 entspricht. Für 2001 sagt die WTO in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht immerhin noch ein Plus von 7 % voraus.

dpa GENF. Ein überdurchschnittliches Außenhandelswachstum verzeichneten in diesem Jahr vor allem die USA und China. In der ersten Jahreshälfte wuchs das chinesische Handelsvolumen um mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die US-Exporte kletterten in den ersten sechs Monaten um 14 %, die Importe sogar um 21 %, was zu einem Rekord-Handelsdefizit von 400 Mrd. $ führte. Die Exporte West-Europas stiegen dagegen in Dollar nur um 4 % an, die Importe um 6 %.

Große Preissteigerungen im Welthandel registriert die WTO in diesem Jahr nur im Ölgeschäft. Bei den anderen Rohstoffen wurde seit Jahresbeginn dagegen lediglich der Preisverfall des Vorjahres wieder rückgängig gemacht.

Dynamische Wachstum bei Telekommunikation und Büro-Technik

Bei den Industrieprodukten blieben die Preise konstant, was der WTO zufolge vor allem mit der Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar erklärt werden kann. Die Produktgruppe mit dem dynamischsten Wachstum war im vergangenen Jahr der Bereich Büro-Technologie und Telekommunikation mit einem Handelsplus von 10 %. Dabei profitierten vor allem die Computerfirmen, die Halbleiterindustrie sowie die Hersteller von Mobiltelefonen.

Laut WTO-Statistik war Deutschland im vergangenen Jahr mit einem Marktanteil von 9,6 % nach wie vor die zweitgrößte Exportnation der Welt, hinter den USA mit 12,4 %. Den dritten Platz belegte Japan, dass 1999 erheblich aufholen konnte und einen Anteil von 7,5 % erreichte. Anteile abgeben mussten im vergangenen Jahr Frankreich, Großbritannien und Italien.

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