Handspring setzt auf "Treo"
Schwere Zeiten für PDA-Hersteller

Der weltweit zweitgrößte Taschencomputer-Hersteller Handspring hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2001/2002 im Zuge einer weiter schwachen Nachfrage einen Verlust ausgewiesen. Auch der Quartalsumsatz habe sich mehr als halbiert, teilte das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mit.

Reuters MOINTAIN VIEW. Der Verlust habe in den drei Monaten zum 30. März 23,7 Mill. $ oder 0,18 $ je Aktie betragen, nach einem Fehlbetrag von 27,2 Mill. $ oder 0,26 $ je Aktie im Vorjahresquartal. Vor Sonderposten liege der Verlust bei 19,2 Mill. $ oder 0,14 $ je Anteilschein. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten mit einem Verlust von 0,12 $ je Aktie gerechnet. Der Umsatz sei auf 59,7 Mill. $ von 123,8 Mill. $ im Vorjahreszeitraum gesunken, hieß es weiter.

Im nachbörslichen Handel fiel der Kurs der Handspring-Aktien auf 2,90 $, nachdem sie den regulären Nasdaq-Handel mit 3,72 $ verlassen hatten.

Im laufenden Jahr setzt Handspring auf "Treo", eine Mischung von Taschencomputer und Mobiltelefon, der bereits seit Februar in Europa am Markt ist und nach Angaben von Analysten gut ankommt. Den Hauptumsatz macht das kalifornische Unternehmen jedoch weiter mit klassischen Taschencomputern, für die Handspring die Nummer Zwei nach Palm ist.

Nach den relativ positiv eingeschätzten Quartalszahlen des Konkurrenten Palm vom vergangenen Monat zeigten sich Analysten eher zurückhaltend zu den Handspring-Ergebnissen: "Die Zahlen waren etwas schwach, und das war bereits vorweggenommen worden, da sie mitten in der Auslieferung ihres Treo sind", sagte Analyst James Faucette von Pacific Crest. "Aber ich bin besorgt, dass der Markt für Taschencomputer weiter schwierig bleiben könnte."

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