Handspring und Palm profitieren nach Gerüchten über ein Zusammengehen
Fusionen helfen der Wall Street ins Plus

Die Aktienmärkte an der New Yorker Wall Street haben gestern fester geschlossen. Zur Handelsmitte war es zu Gewinnmitnahmen gekommen, doch am Ende überwog die gute Stimmung, und die Indizes schlossen fast auf Tageshoch. Die Hoffnung der Anleger auf ein baldiges Ende des Krieges in Afghanistan gab den Börsen Auftrieb.

ank/HB NEW YORK. "Es geht ein Seufzer der Erleichterung um; es hört sich so an, als ob wir nah daran sind, das Durcheinander in Afghanistan zu beenden", sagte Donna Van Vlack, Chefhändlerin bei Brandywine Asset Management. Der Dow-Jones-Index beendete den Handel 1 % im Plus. Der S & P-500-Index gewann 0,9 %. Der Nasdaq-Composite-Index lag 1,5 % höher. Insgesamt wechselten 1,1 Mrd. Aktien den Besitzer.

Zu Handelsbeginn verhalf vor allem die Meldung über die Fusion der Ölunternehmen Phillips Petroleum und Conoco dem Markt zu einem positiven Start. Durch den Zusammenschluss entsteht nach Angaben beider Firmen der drittgrößte Energiekonzern der USA mit einem Gesamtvermögen von 35 Mrd. Dollar. Der Conoco-Kurs stieg um 5,4 %. Phillips Petroleum verbesserten sich um 2,5 %. Andere Öltitel zählten zu den Verlierern, als der Ölpreis auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren fiel. Schwergewichte wie Chevron - Texaco (-0,8 %) und Exxon Mobil (-1,5 %) notierten im Minus.

Nachdem das Wall Street Journal von einer möglichen Fusion von Handspring und Palm berichtet hatte, sprangen die Kurse beider Titel nach oben. Palm-Aktien lagen gut 10 % höher, Handspring erreichten sogar ein Plus von über 25 %.

Fluggesellschaften verzeichneten nach positiven Impulsen Gewinne. US-Präsident George W. Bush hatte zuvor einen Gesetzesentwurf unterzeichnet, der die Sicherheit im Flugverkehr erhöhen soll und unter staatliche Aufsicht stellt. United Airlines hatten zudem angekündigt, von Boeing und der EADS-Tochter Airbus in den nächsten zwei Jahren nur 24 der 67 bestellten Maschinen abzunehmen. Damit spart United im Vergleich zur bisherigen Kalkulation 2,5 Mrd. Dollar. Die Titel der Muttergesellschaft UAL legten 16 % zu. Konkurrent US Airways Group gewannen ebenfalls rund 16 % nach der Ankündigung, man werde bis zum Jahresende über eine Mrd. Dollar in bar verfügen statt der bisher erwarteten 900 Mill. Dollar.

Ein Finanzierungsabkommen mit GE Capital half dem Kurs von US-Kopiergerätehersteller Xerox 12 % nach oben. Lowe?s-Aktien stiegen um 5,5 %, nachdem der Produzent von Baumaterialien die Gewinnprognosen leicht übertroffen hatte. Im Sog legte der führende US- Baustoffeinzelhändler Home Depot gut 2 % zu.

In der Pharmabranche gehörten Andrx zu den Gewinnern. Der Aktienkurs stieg um rund 8 %. Der Arzneimittelhersteller hatte die US-Genehmigung für ein Pharma-Nachahmerprodukt erhalten. Es soll genauso wirken wie Prilosec, das meistgekaufte Medikament der Welt. Aktien des Prilosec-Herstellers Astra-Zeneca fielen dagegen um 2,4 %.

In der Unterhaltungsbranche gehörten AOL Time Warner zu den Gewinnern. Die Aktien notierten 1,6 % höher, nachdem der Kinofilm "Harry Potter" in den USA angelaufen war, den der Medienkonzern produziert hatte. Innerhalb der ersten drei Tage spielte der Film die Rekordsumme von fast 95 Mill. Dollar ein. Titel von Walt Disney stiegen unterdessen um 3,3 %.

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