Handwerk gegen erneutes Eingreifen der Regierung
Neuer Sanierungsplan soll Holzmann doch noch retten

Ein neuer Sanierungsplan soll dem angeschlagenen Baukonzern Holzmann doch noch die Rettung bringen. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, wurde dieser Plan allen 17 Gläubigerbanken präsentiert. Das gemeinsam mit der Deutschen Bank als größten Kreditgeber ausgearbeitete Konzept werde noch im Laufe des Tages mit den anderen Geldhäusen diskutiert, kündigte der Sprecher an.

afp FRANKFURT/BERLIN. Ein Teil von ihnen hatte den bisherigen Sanierungsplan für Holzmann abgelehnt. Ohne eine Einigung der Banken muss der Konzern aber aller Voraussicht nach in den kommenden Tagen Insolvenz anmelden.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) wandte sich derweil gegen eine erneute Rettungsaktion der Bundesregierung für den angeschlagenen Baukonzern. Ein solches Engagement ergebe kaum einen Arbeitsmarkteffekt, sagte ZDH-Präsident Dieter Philipp dem F. A.Z.-Businessradio. Die zur Verfügung stehenden Gelder könnten sinnvoller in den Kommunen für Infrastrukturverbesserungen, das örtliche Handwerk oder Bauhandwerk verwandt werden. Auf diese Weise entstünden "sofort Arbeitsplätze mit Perspektive für die Menschen und Betriebe".

Die Gläubigerbanken bemühen sich seit Tagen um Soforthilfen für den Baukonzern, der nach Presseberichten im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 240 Millionen Euro erlitt. Holzmann war wegen eines Milliardenlochs schon im Herbst 1999 in eine bedrohliche Schieflage geraten. Das Unternehmen konnte damals nur auf Vermittlung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) über ein Sanierungspaket von Gläubigerbanken, Bundesregierung, Konzernleitung und Arbeitnehmern gerettet werden.

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