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Handy-Hersteller werden Strahlungswerte ausweisen

Reuters MÜNCHEN. Die großen Handy-Hersteller haben sich nach Angaben des Siemens-Konzerns darauf verständigt, ab dem Sommer die Strahlenbelastung ihrer Geräte in der Bedienungsanleitung anzugeben. Die Hersteller wollten damit für größere Transparenz sorgen, sagte ein Siemens-Sprecher am Montag in München. "Wir haben nichts zu verbergen." Neben Siemens wollten auch die Konkurrenten Nokia, Motorola und Ericsson die Strahlenwerte zusätzlich im Internet veröffentlichen. Wann die Aktion im Sommer beginne, stehe noch nicht fest. Handys stehen im Verdacht, Krebs auszulösen. Mehrere Studien haben aber noch kein eindeutiges Ergebnis erbracht.

Die Strahlenwerte sollen nach Angaben des finnischen Marktführer Nokia aber auch künftig nicht auf dem Gerät angegeben werden. "Das wäre unfair, denn alle Geräte, die auf dem Markt sind, unterschreiten deutlich die Grenzwerte", sagte eine Nokia-Sprecherin den "Stuttgarter Nachrichten". Nach derzeitigem Erkenntnisstand gingen von Handys keine Gesundheitsgefahren aus. Die Werte würden nur veröffentlicht, weil die Kunden einen Informationsbedürfnis hätten. Die Handy-Hersteller wollen nach Angaben von Siemens den sogenannten SAR-Wert veröffentlichen. Dieser gibt die maximale Energiemenge an, die der Kopf des Handy-Nutzers beim Telefonieren aufnimmt. Kritiker bemängeln, dass dieser Wert mögliche nicht-thermische Wirkungen der Handy-Strahlung nicht erfasse.

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