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Handy-Nutzung an Bord von Flugzeugen steht vor dem Praxistest

Handy-Telefonate während des Fluges sollen schon bald an der Tagesordnung sein. Im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickeln das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Airbus gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern ein entsprechendes System, das die Flugzeugelektronik nicht stören soll.

dpa HAMBURG. Handy-Telefonate während des Fluges sollen schon bald an der Tagesordnung sein. Im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickeln das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Airbus gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern ein entsprechendes System, das die Flugzeugelektronik nicht stören soll.

Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe) ist für den 3. September ein erster Testflug geplant. Airbus-Sprecher David Voskuhl wollte den Termin am Donnerstag weder bestätigen noch dementieren: "Das hängt auch vom Wetter und mehreren anderen Faktoren ab." An dem Projekt werde aber sehr intensiv gearbeitet.

Mit dem Gemeinschaftsprojekt will Airbus Boden gegenüber Boeing gutmachen. Der amerikanische Konzern ist mit seinem Connexion-System für Breitband-Internet-Zugang im Flugzeug bisher Marktführer. Die Lufthansa und mehrere andere große Airlines rüsten ihre Langstreckenflotten bereits mit dem System aus. Es ist bei Lufthansa auf einigen Routen nach Fernost und Nordamerika schon seit mehreren Monaten erfolgreich im Einsatz.

Passagiere können mit dem Connexion-Angebot während des Fluges im Internet surfen oder auf ihre E-Mails zugreifen. Experten gehen davon aus, dass der Internet-Zugang im Flugzeug in den kommenden Jahren Standard wird und mehrere tausend Verkehrsflugzeuge mit den Geräten ausgerüstet werden.

Aus technischer Sicht ist nicht nur die Elektronik an Bord für die Vernetzung von Laptops oder Telefonen in der Flugzeugkabine sehr aufwändig. Besonders anspruchsvoll ist die Datenübertragung vom Flugzeug zur Erde. Diese funktioniert zum Beispiel beim Connexion- System per Satellit. Die entsprechende Antenne muss während des gesamten Fluges trotz aller Turbulenzen exakt auf den Satelliten ausgerichtet bleiben.

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