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Handynetze überlastet - zu viele wollten Weihnachts-SMS verschicken

dpa HAMBURG. Weil viele Handybesitzer pünktlich zum Fest ihre Weihnachtsgrüße per SMS loswerden wollten, waren die Netze streckenweise vollkommen überlastet. Im Bereich des Short-Message- Service (SMS) kam es an den Feiertagen zu Kapazitätsengpässen und Netzstörungen, hieß es auf Anfrage beim Kundenservice von D1 (Telekom) und D2 (Mannesmann) am Montag. "Stopp - Nachricht nicht gesendet", mussten daher viele Absender besonders am Heiligen Abend kurz vor dem Fest auf dem Handy-Display lesen.

Von der Störung betroffen war allerdings nur der Kurznachrichten- Bereich, das mobile Telefonieren war weiter problemlos möglich, betonten die Anbieter. Am Dienstag hatte sich die Situation dann auch im SMS-Bereich wieder normalisiert.

Viele Radiosender spekulierten schadenfroh, die an Weihnachten mit einem Handy Beschenkten würden wohl zur Überlastung des Netzes beitragen. Sandra Neumann, Kundenbetreuerin bei D2-Mannesmann: "Für den Alltag reichen die Kapazitäten aus, nur an besonderen Feiertagen wie eben Weihnachten oder Silvester kann es schon mal zu Engpässen kommen." Viele vorausdenkende Teilnehmer hätten ihre Weihnachtsgrüße auch schon am 23. zur Sendung am 24. eingegeben, das habe zusätzliche Speicherkapazitäten gebunden.

Bei manchen frisch gebackenen Handybesitzern war die Freude über ihr Geschenk am Heiligen Abend daher ein wenig getrübt. "98 % der Anrufer gestern fragten besorgt, ob ihr Handy vielleicht kaputt sei", sagte Kundenbetreuerin Neumann am Montag. Ende 2000 soll es schätzungsweise 48 Mill. Handy-Besitzer in Deutschland geben.

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