Handystrahlung an Ratte getestet
Info-Offensive gegen Angst vor Elektrosmog

Die Mobilfunkbetreiber wollen den Ängsten der Bevölkerung vor Elektrosmog mit einer Info-Offensive entgegentreten. Ihr Interessenverband Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) wird ab Donnerstag über eine Hotline relevante Infos geben, Hintergrundinformationen bereithalten und vor allem die Sorgen der Menschen ernst nehmen, wie IZMF-Geschäftsführer Immo von Fallois (www.izmf.de) am Mittwoch in Berlin versprach.

ddp BERLIN. Das Info-Telefon wird ab Donnerstag unter der Telefonnummer 0180/3303131 freigeschaltet, eine Anzeigenkampagne soll die neue Hotline bekannt machen. Auskünfte gibt es montags bis freitags von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr und samstags von 08.00 bis 18.00 Uhr. Ein Anruf kostet zwölf Pfennig pro Minute.

Der Umweltmediziner Michael Bornhausen betonte, nach wissenschaftlichen Untersuchungen seien die Ängste vor Elektrosmog durch Handys unbegründet. Deshalb gebe es aus Forschungssicht "keinen Grund, die bestehenden Grenzwerte zu reduzieren". Dies sei einzig aus politischen Gründen denkbar, um der Tatsache gerecht zu werden, dass "Bürger einen höheren Schutz haben wollen als nötig", sagte Bornhausen. Er gab aber zu bedenken, dass dann die Zahl der Sendemasten erhöht werden müsste. Derzeit stehen in Deutschland 40 000 Antennen und 15 000 Sendemasten, deren Zahl für die Einführung des künftigen Mobilfunkstandards UMTS mindestens verdoppelt werden muss.

Bornhausen hatte Ratten im Mutterleib während der 20-tägigen Tragzeit Handystrahlung nach dem derzeitigen GSM-Standard ausgesetzt. Als die Tiere drei Monate nach ihrer Geburt geschlechtsreif waren, verglich er ihr Lernverhalten und ihre Intelligenz mit Tieren, die nicht bestrahlt worden waren. Dabei habe er keine Unterschiede feststellen können, sagte der Mediziner.

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