Hannawald springt um Titel, Weißflog mit Fallschirm
Skisprung-DM als Spektakel

Sven Hannawald springt um den Titel, Jens Weißflog mit dem Fallschirm: Die deutschen Skisprung-Stars von heute und einst wollen am Wochenende in Oberwiesenthal für ein Spektakel sorgen. Bereits zum dritten Mal ermitteln die Springer und Nordischen Kombinierer bei hochsommerlichen Temperaturen ihre Titelträger, weil der volle Weltcup-Kalender im Winter keine Zeit für nationale Meisterschaften lässt.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. "Der Termin hat eine hohe Akzeptanz erlangt und wird von den Athleten als schöne Abwechslung angesehen", sagte Skisprung-Bundestrainer Wolfgang Steiert, der mit allen Assen aus dem Trainingslager in Innsbruck an den Fichtelberg gereist ist.

Vor allem bei Hannawald und Michael Uhrmann zeigt das Formbarometer ein Hoch an. "Die beiden sind am besten drauf", erklärte Steiert. Nach dem umfangreichen Konditionstraining fühlt sich Hannawald zwar etwas müde, dafür hat er den Kopf wieder frei. "Es war für uns alle wichtig, den vergangenen Winter mit der verkorksten WM zu vergessen", sagte der Hinterzartener, der im Frühjahr auf vielen Terminen abseits der Schanzen Ablenkung fand. So erfüllte sich der 28-Jährige einen großen Traum, als er in Frankreich einige Runden in einem Formel-1-Boliden drehte. "Ich war mit den Gedanken mal woanders als beim Skispringen", berichtete Hannawald.

Mittlerweile hat ihn der Alltag wieder eingeholt. Genauso wie Martin Schmitt, der erst zum Winter sein altes Leistungsvermögen erreichen soll. "Er benötigt nach seinen Knieproblemen fünf, sechs Monate, um den Rückstand aufzuholen", prognostizierte der Bundestrainer. "Das Training ist ganz auf den Winter abgestimmt. Momentan kann ich alles machen", berichtete der Team-Olympiasieger.

Eine völlig neue Erfahrung wird Jens Weißflog am Samstag machen. Anlässlich der Einweihung des in knapp drei Jahren für 1,8 Mill. ? modernisierten Bakkens wird der "Floh vom Fichtelberg" einen Tandemsprung absolvieren. "Das wird sein erster Sprung mit dem Fallschirm", sagte Ulrich Meyer, Geschäftsführer des gastgebenden WSC Oberwiesenthal. Dank des doppelten Spektakels hoffen die Veranstalter trotz der Konkurrenz des Motorrad-WM-Laufs im gerade einmal 60 km entfernten Hohenstein-Ernstthal auf große Resonanz. "Wir rechnen mit 5000 bis 8000 Zuschauern", erklärte Meyer.

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