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Hannover 96 unterliegt Hertha mit 0:1

Unter den Augen von Bundeskanzler Gerhard Schröder und 43 096 weiteren Zuschauern ist Hannover 96 der Hinrundenabschluss in der Fußball-Bundesliga mit einem 0:1 (0:0) gegen Hertha BSC total misslungen.

dpa HANNOVER. Unter den Augen von Bundeskanzler Gerhard Schröder und 43 096 weiteren Zuschauern ist Hannover 96 der Hinrundenabschluss in der Fußball-Bundesliga mit einem 0:1 (0:0) gegen Hertha BSC total misslungen.

Trotz der ersten Heimniederlage seit dem 28. September behaupteten die Niedersachsen aber ihren Platz im oberen Tabellen-Drittel. "Wenn uns das einer vor der Saison gesagt hätte, hätte ihm keiner geglaubt", zog Hannovers Manager Ilja Kaenzig dennoch ein positives Halbzeit-Fazit.

Auch die Gäste waren zufrieden, denn sie rückten dank des "goldenen" Tores von Rafael Nando (54.) nach dem siebten Spiel in Folge ohne Niederlage sogar bis auf Rang fünf vor. "Mit dem Ergebnis sind wir natürlich sehr zufrieden. Wir haben nach der Führung stets die Übersicht behalten und die Lufthoheit gewahrt", schätzte Hertha - Falko Götz ein.

Beim Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, die im bisherigen Saisonverlauf die wenigsten Tore kassierten, setzten die in Bestbesetzung angetretenen Hausherren die ersten Akzente. Schon nach sechs Minuten fasste sich Abwehrspieler Steven Cherundolo ein Herz und zog aus 25 Metern entschlossen ab. Herthas Keeper Christian Fiedler parierte den scharfen Schuss mit den Fäusten, weil der Ball auf dem glatten Rasen sehr schwer festzuhalten gewesen wäre.

Noch in der ersten halben Stunde musste Fiedler zwei weitere Male auf der Hut sein, aber die Schüsse des sehr agilen Daniel Stendel strichen jeweils knapp am rechten Pfosten vorbei. Als Silvio Schröter schließlich in der 37. Minute in aussichtsreicher Position auftauchte, schien die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung der "Roten" endgültig fällig. Berlins Abwehrchef Dick van Burik, der den nach fünf Gelben Karten gesperrten Josip Simunic ersetzte, drängte den Rechtsaußen jedoch im letzten Moment ab. "Wenn wir in dieser Phase das 1:0 gemacht hätten, wäre das Spiel anders gelaufen", haderte Hannovers Trainer Ewald Lienen mit der mangelhaften Chancenverwertung.

Bis dahin hatten die Gäste noch nicht nachgewiesen, warum sie mit der Referenz von vier Auswärtssiegen in die Partie gegangen waren. Hannovers Torwart Robert Enke musste noch einmal ernsthaft eingreifen. Das sollte sich jedoch noch vor der Pause, und dafür zeichnete wie so oft in dieser Saison Marcelinho verantwortlich. Der Brasilianer schloss einen Konter über die linke Seite mit einem platzierten Schuss aufs Tor ab, aber der Ball landete am linken Außennetz.

Kurz nach Wiederanpfiff machte es Marcelinhos Offensiv-Partner Nando Rafael besser. Der 20 Angolaner nahm einen Pass von Nationalspieler Arne Friedrich direkt und schoss aus 16 Metern unhaltbar für Enke ins rechte Eck zur Führung für die Gäste ein. "Nicht nachdenken, einfach annehmen und schießen", beschrieb der Matchwinner sein Erfolgsrezept.

Hannover reagierte sofort und verstärkte die Angriffsbemühungen. Trainer Ewald Lienen wechselte mit Jiri Stajner, Mohammad Idrissou und Roman Wallner drei neue Stürmer ein. Die Gastgeber drückten, Hertha wankte, fiel aber nicht. Und als der Ball in der Schlussminute doch noch im Netz von Fiedler lag, schritt Schiedsrichter Stefan Trautmann (Florstadt) ein und erkannte den Treffer von Per Mertesacker wegen einer Behinderung des Hertha-Keepers nicht an.

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