Hannover muss weiter zittern
Dusel-Sieg im Derby für die Wölfe

Für Hannover 96 bleibt der Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga eine Zitterpartie, der VfL Wolfsburg spielt in Niedersachsen fußballerisch weiter die erste Geige. Nach dem glücklichen 1:0 (0:0)-Derby-Sieg durch einen Treffer von Diego Klimowicz (55.) sind die Wolfsburger am Sonntag auf Rang acht und damit wieder in UI-Cup-Nähe vorgerückt. Hannover dagegen hat als 13. nun nur noch drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

HB/dpa WOLFSBURG. VfL-Trainer Jürgen Röber fiel nach der dramatischen Schlussphase in der mit 30 000 Zuschauern erstmals ausverkauften VW-Arena ein Stein vom Herzen. "Wir müssen vor allem aufpassen, dass wir nach unten den Abstand halten. Wenn wir das Spiel verloren hätten, wäre es eng geworden", sagte Röber. Hannover versäumte es, mit einem Sieg erstmals an Wolfsburg vorbeizuziehen. "Wir haben 90 Minuten klar dominiert, aber versäumt, ein Tor zu machen", schimpfte 96-Torwart Gerhard Tremmel.

Die taktische Marschroute beider Mannschaften war ganz auf Offensive ausgerichtet. Doch zunächst stürmten nur die Gäste, die mit der Erfolgself vom 2:2 bei Bayern München die Partie in Angriff nahmen. Für den ersten Warnschuss sorgte Jiri Stajner mit einem Schlenzer ans Lattenkreuz (2.). Wenig später strich ein Kopfball von Nebojsa Krupnikovic über das Tor (7.), und dann biss sich Fredi Bobic, bei dem Versuch, seinen 100. Bundesliga-Treffer zu erzielen, die Zähne aus. Erst schlug Thomas Rytter einen Schuss des Torjägers von der Linie (19.), dann vereitelte VfL-Torhüter Sead Ramovic die beste Chance von Bobic, als er dessen Kopfball zur Ecke lenkte.

Ramovic muss seine Kollegen in der Pause nachhaltig daran erinnert haben, dass er im vierten Bundesliga-Spiel für Wolfsburg seinen Kasten erstmals sauber halten wollte. Der VfL, der in der ersten Halbzeit nicht eine nennenswerte Torchance hatte, stellte mit Wiederanpfiff den Spielverlauf auf den Kopf. Als Tremmel bei einer Ecke von Robson Ponte daneben griff, war bereits Gefahr im Verzug (47.). Kurze Zeit später brachte Klimowicz mit einem unhaltbaren Volleyschuss nach Flanke von Ponte die Gastgeber in Führung (55.).

Die in der ersten Halbzeit noch drückend überlegenen Hannoveraner bauten rapide ab, und für Wolfsburg öffneten sich Räume. Kläglich vergab Dorinel Munteanu die Chance zum 2:0, als er nach uneigennütziger Vorarbeit von Klimowicz mit seinem schwachen rechten Fuß das leere Tor nicht traf (63.). Martin Petrow (84.) machte es freistehend nicht viel besser. Auf der Gegenseite trug Ramovic mit einer Parade gegen Stajner (67.) den Großteil dazu bei, dass der VfL erstmals mit ihm einen Sieg einfahren konnte. "Ich habe den meisten heute wohl gezeigt, dass ich doch kein ganz so Schlechter bin", sagte er voller Genugtuung.

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