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Hansa erkämpft 1:1 in Berlin

Der Einstand von Jörg Berger als Hansa-„Retter“ ist nur teilweise geglückt. Drei Tage nach seiner Verpflichtung erreichten die Rostocker bei Hertha BSC ein 1:1, kassierten den Ausgleichstreffer durch Marcelinho aber denkbar unglücklich erst in der dritten Nachspiel-Minute.

dpa BERLIN. Der Einstand von Jörg Berger als Hansa-"Retter" ist nur teilweise geglückt. Drei Tage nach seiner Verpflichtung erreichten die Rostocker bei Hertha BSC ein 1:1, kassierten den Ausgleichstreffer durch Marcelinho aber denkbar unglücklich erst in der dritten Nachspiel-Minute.

"Tragisch. Wenn man in unserer Situation in letzter Minute den Ausgleich bekommt, tut es weh. Aber wenn ich die ganzen 90 Minuten sehe, ist es okay", kommentierte Berger das Last-Minute-Remis.

Damit bleiben die Norddeutschen trotz des ersten Punktgewinns nach fünf Niederlagen weiter Schlusslicht der Fußball-Bundesliga. Doch nach der 0:6-Offenbarung gegen den HSV und der Trennung von Juri Schlünz kann der FC Hansa aus dem Punktgewinn durchaus Hoffnung schöpfen. "Man kann auf dem Spiel aufbauen, das ist das Positive für die nächsten Wochen", betonte der Schlünz-Nachfolger.

Vor 43 382 Zuschauern hatte Hansa durch einen Treffer von Thomas Rasmussen (36.) bis in die Nachspielzeit hinein geführt. Erst Sekunden vor dem Abpfiff gelang Marcelinho mit einem spektakulären Schuss der Ausgleich. Noch nie hat Rostock im Berliner Olympiastadion gegen Hertha gewonnen, der letzte und einzige Erfolg über Hertha datierte vom September 1997. "Ich kann mir nicht erklären, warum so lange nachgespielt wurde", erregte sich Hansas Vorstandschef Manfred Wimmer über die Zusatzspielzeit von Referee Jörg Keßler.

Die Berliner verpassten am 14. Bundesliga-Spieltag die Chance, nach dem Auswärtssieg auf Schalke Tuchfühlung zum oberen Tabellendrittel herzustellen, vor allem wegen vieler vergebener Möglichkeiten in der ersten Halbzeit. "Wir müssen aus unseren Torchancen endlich mehr machen", ärgerte sich Hertha-Coach Falko Götz. Zwar blieb die "alte Dame" auch im 14. Duell in Folge (11 Siege, drei Remis) gegen Hansa ungeschlagen, doch in der Tabelle tritt Hertha mit 19 Punkten und Platz neun auf der Stelle.

Im ersten Spiel seiner 20. Trainerstation hatte Berger das Rostocker Team auf drei Positionen gegenüber der Heimpleite gegen den HSV umgestellt. Und die Gäste spielten wesentlich mutiger als zuletzt, hatten bereits in der Startphase durch Rasmussen (2.) und Uwe Möhrle (11.) gute Chancen zur Führung. Der Däne fälschte schließlich einen 14-Meter-Schuss von Marcus Lantz zum 1:0 ab, nachdem sich Rene Rydlewicz auf der rechten Seite gegen Yildiray Bastürk durchgesetzt hatte. "Natürlich ist es ein bisschen bitter", konnte sich aber auch Rasmussen nicht richtig freuen.

Als nach 15 Minuten die Gastgeber klar die Initiative übernahmen, rettete Hansa-Schlussmann Matthias Schober gleich mehrmals hervorragend. Der Kapitän brachte nach einem Kopfball von Fredi Bobic (15.), der erstmals seit drei Spielen wieder in der Startelf stand, genauso noch eine Hand an den Ball wie einem Weitschuss von Niko Kovac (30.) und einem Kopfball von Rafael (32.).

Im Duell der Freunde Götz gegen Berger drängte der Hauptstadtclub nach der Pause weiter auf den Ausgleich. Bobic setzte einen Kopfball knapp neben den Posten (53.). Hansa verteidigte aufopferungsvoll, hätte mit einem Konter durch Antonio Di Salvo alles klar machen können (71.). So gestatteten die Gäste Marcelinho noch eine letzte Chance, die der Brasilianer mit einem scharfen Schuss ins lange Eck zu seinem fünften Saisontor nutzte.

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