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Happy Easter, Baby!

Anleger können zufrieden ins verlängerte Oster-Wochenende fahren. Sowohl der Dow Jones als auch Nasdaq Index schlossen im Plus. Während unerfreuliche Wirtschaftsdaten dem Markt am Morgen einen Dämpfer gaben, schafften die wichtigsten Indizes gegen Mittag den Turnaround. Die jüngsten Wirtschaftsdaten machten den Anlegern erneut Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank.

Netzwerk- und Softwarewerte gehörte am Gründonnerstag die größte Aufmerksamkeit. Sie trieben den Nasdaq Index auf den größten Punktgewinn seit über zehn Jahren.

Vor allem die Quartalsergebnisse von Juniper Networks unterstützten das High-Tech-Segment mit Kräften. Das Quartalsergebnisse des Netzwerkausrüsters lag im Rahmen der Analystenerwartungen. Die Experten der CIBC stuften die Aktie auf. Neben Juniper Networks gehörten auch Ciena und JDS Uniphase zu den größten Gewinnern des Nasdaq Index.

Netzwerkausstatter Redback Networks strich ebenfalls Gewinne ein. Das Unternehmen gab Aussicht auf ein zufriedenstellendes Quartalsergebnis. Der Verlust werde voraussichtlich zwei Cents pro Aktie besser ausfallen als bisher erwartet.

Ebenfalls auf dem Siegertreppchen standen am Donnerstag die Werte von Microsoft und Qualcomm. Intel konnte wie andere Chipwerte auch am dritten Tag in Folge Kursgewinne verbuchen. Und wenn Chiphersteller feiern, sind die Zulieferunternehmen und Komponentenhersteller meist nicht weit. Auch Applied Materials, Micron Technoliogies und andere Werte tummelten sich erneut im positiven Terrain.

Der Dow Jones Index profitierte von Kursgewinnen bei General Electrics. Der Konzern erfreute die Anleger mit guten Quartalszahlen. Trotz des schwierigen Marktumfeldes gelang es General Electric, den Umsatz auf ein neues Rekordhoch zu steigern. Die Gewinnmargen legten ebenfalls zu. General Electrics Partner Honeywell schloss ebenfalls im grünen Bereich.

Unter Druck geriet zum Wochenschluss der Einzelhandelssektor. Schlechte Wirtschaftsdaten kosteten die Branche Punkte. Die Einzelhandelsumsätze gingen im März um 0,2 Prozent zurück. Erwartet hatten Experten ein Wachstum von 0,1 Prozent. Seit Monaten geben Konsumenten weniger aus. Dass die Amerikaner vorsichtiger geworden sind, zeigten am Donnerstag auch neue Zahlen zum Konsumentenvertrauen. Die von der University of Michigan veröffentlichten Prognosen für das Konsumentenvertrauen lagen im April mit 87,8 Prozent unter den Analystenschätzungen und den Zahlen des Vormonats. Insgesamt lassen die schwachen Wirtschaftszahlen darauf hoffen, dass die Notenbank die Leitzinsen schon vor der nächsten Notenbanksitzung senkt.

Einzelhandels-Urgestein Wal-Mart schadete dem Einzelhandelssektor am Donnerstag schließlich zusätzlich. Die weltgrößte Einzelhandelskette warnte die Anleger vor einem enttäuschenden Geschäftsergebnis für das erste Quartal. Mit nachlassendem Wachstum rechnen auch Federal Department. Die Aktie führte zu Handelsschluss die Verliererliste der Dow Jones Werte an. Home Depot folgte nicht weit entfernt.

Neben den Erzeugerpreisen sorgten vor dem Wochenende auch die Erstanträge auch Arbeitslosenunterstützung. Die Erzeugerpreise gingen im März im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent zurück. Analysten hatten mit einem Anstieg von 0,1 Prozent gerechnet. Die Kernrate, exklusive der Preise für Nahrungsmittel und Energie, lag mit einem Plus von 0,1 Prozent exakt im Rahmen der Erwartungen. Bedenklich stimmte auch der Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Diese stiegen in der vergangenen Woche um 9.000 auf 392.000 Aufträge. Historisch betrachtet ist ab einem Niveau von 400.000 eine Rezession kaum noch abzuwenden. Anleger hofften nicht zuletzt wegen der verhaltenen Prognosen für die Entwicklung des Konsumentenvertauens auf eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank. Der US-Offenmarktausschuss wird am 15. Mai das nächste mal tagen.

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