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Happy New Year

Nächstes Jahr wird alles besser. Darauf hoffen zumindest die Broker an der Wall Street. In den vergangenen beiden Jahren haben der S&P 500 und der Nasdaq Composite den größten Kursrutsch seit 27 Jahren erlebt. Der Dow Jones Index ist erstmals seit 1977-78 zwei Jahre in Folge gefallen. Auch den letzten Handelstag im Jahr 2001 beendeten die US-Märkte schwächer. Dabei blieb das Volumen am Neujahrsabend erwartungsgemäß dünn.

Für 2002 sind die Analysten weitestgehend positiv eingestellt. Von einer Stabilisierung der US-Konjunktur spricht die Investmentbank J.P. Morgan. Die jüngsten Konjunkturdaten stimmen die Analysten zuversichtlich. Anleger sollten den Gesundheitsbereich in ihren Portfolios übergewichten. Zu den Favoriten zählt J.P. Morgan die Aktien von Pfizer und American Home Products.

Jeffrey Appelgate, Portfolio Stratege von Lehman Brothers, glaubt nicht, dass die bereits hohe Bewertung den US-Aktienmarkt im kommenden Jahr behindern wird. Die Tatsache, dass Unternehmensergebnisse das Schlimmst überstanden haben und die Regierung die Rezession durch Wirtschaftsförderprogrammen bekämpft, sollten die Bullen an der Wall Street auf die Tagesordnung rufen. Appelgate geht davon aus, dass der S&P 500 Index bis Jahresende 2002 auf 1.350 Punkte steigen wird. Dies entspricht einem Anstieg um 16 Prozent. Seit Ende 1999 hat der Index rund 21 Prozent verloren.

Ed Keon, bei Prudential Securities für die quantitative Analyse verantwortlich, rechnet in 2002 mit einem geringen Anstieg des US-Aktienmarktes. So stünde zwar für die Konjunktur und den Aktienmarkt im kommenden Jahr eine Erholung ins Haus, da die Bewertung jedoch bereits heute ziemlich hoch scheint und die Zinsen gegen Jahresende steigen sollten, sei das Anstiegspotential begrenzt. Aktien dürften demnach in 2002 lediglich zwischen fünf bis zehn Prozent zulegen. Straffere Kreditrichtlinien für Endverbraucher und auflaufende Haushaltsdefizite sollten die Zinsen an den US-Rentenmärkten im Jahresverlauf zum Steigen bringen. Noch bevor 2002 beendet sei, dürften die contra-inflationären Faktoren wie der niedrige Ölpreis und niedrigere Zinsen verpufft sein und die Bedenken vor aufkommender Inflation anfachen.

Zu den Tagessiegern zählten zum Wochenauftakt die Airlines. America West Airlines legt 20 Prozent zu. Die Fluggesellschaft erhält 380 Millionen Dollar aus dem Hilfsprogramm der US-Regierung. Im Gegenzug wird die Regierung einen 33-prozentigen Anteil an America West erhalten.

Erneut für positive Schlagzeilen sorgte der amerikanische Einzelhandel. J.C. Penney und Federated Department Stores , das Mutterunternehmen der Kaufhausketten Macy´s und Bloomingdale´s, haben die Umsatzerwartungen für das Dezembergeschäft angehoben. Last-Minute-Käufer hätten die Verkaufszahlen deutlicher angekurbelt als ursprünglich erwartet, so die Begründung.

Auf Verliererseite standen neben Halbleiterwerten vor allem Biotechnologietitel. Die amerikanische Gesundheitsbehörde hat Imclone näher unter die Lupe genommen. Das Unternehmen soll nähere Details über ein neues Medikament vorlegen. Für Erbitux, ein Krebsmedikament, wurde bereits im Oktober die Zulassung beantragt.

Ende der Woche werden die Arbeitsmarktdaten für Dezember veröffentlicht. Im Vorfeld erwarten Analysten einen leichten Anstieg von 5,7 auf 5,8 Prozent. Und nach wie vor kündigen viele Unternehmen Entlassungen an. Am Freitag nach Handelsschluss hat Oracle angedeutet, dass bis zu 800 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Das entspricht zwei Prozent der gesamten Belegschaft. Oracle will die Kosten senken. Firmenchef Larry Ellison hatte Anfang des Monats angekündigt, dass die operativen Margen von 35 auf 50 Prozent gesteigert werden sollen.

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