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Hardliner Uribe gewinnt Präsidentenwahl in Kolumbien

Bei den Präsidentenwahlen in Kolumbien hat sich am Sonntag der für eine harte Linie gegenüber den Rebellen eintretende Kandidat Alvaro Uribe (49) durchgesetzt.

Reuters BOGOTA. Nach Auszählung von 97,3 Prozent der Stimmen entfielen nach offiziellen Angaben rund 53 Prozent der Stimmen auf den früheren Regional-Gouverneur der Bewegung "Kolumbien Zuerst". Auf Horacio Serpa (59) von der oppositionellen Liberalen Partei kamen 31,8 Prozent der Stimmen. Serpa sagte: "Ich akzeptiere die Niederlage." Uribe sei der gewählte Präsident in Kolumbien. Um eine Stichwahl am 16. Juni zu vermeiden, musste ein Kandidat die absolute Mehrheit erreichen.

Uribe will die Armee ausbauen und den seit 38 Jahren währenden Kampf mit den linksgerichteten Rebellen entschieden vorantreiben und siegreich beenden. In dem Konflikt sind jedes Jahr etwa 3 500 Menschen gestorben. Nach seinen Plänen sollen die Verteidigungsausgaben um etwa ein Drittel auf umgerechnet über 4,3 Milliarden Euro steigen. Die Zahl der Polizisten und Berufssoldaten soll verdoppelt werden, um die 17 000 Mann starke FARC-Rebellentruppe zu bekämpfen.

Der amtierende Präsident Andres Pastrana konnte gemäß der Verfassung nicht erneut kandidieren. Diese sieht eine Wiederwahl nicht vor. Um das Präsidentenamt bewarben sich elf Kandidaten. Von der auf rund 43,8 Millionen Menschen geschätzten Bevölkerung waren rund 24,2 Millionen als Wähler in den Listen eingetragen.

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