Harpen AG siegt vor Gericht
Ex-Harpen-Aufsichtsrat Giulianelli zu Millionen-Schadenersatz verurteilt

ap DORTMUND. Das frühere Aufsichtsratsmitglied der Harpen AG, Rene Giulianelli, ist zur Zahlung von 1,5 Millionen Mark Schadenersatz an das Unternehmen verurteilt worden. Giulianelli sei mitverantwortlich dafür, dass Anfang der 90er Jahre, Darlehen in zweistelliger Millionenhöhe ungesichert von der Harpen AG an die marode Omni-Holding des damaligen Harpen-Mehrheitsgesellschafters Werner K. Rey geflossen seien, urteilte das Dortmunder Landgericht am Mittwoch.(Aktenzeichen: LG Dortmund 20 0 143/93)

Giulianelli war in den Jahren 1990 und 1991 Direktor bei der Omni Holding AG in der Schweiz und gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied der Harpen AG. Der Manager sei von den Millionendarlehen unterrichtet gewesen, doch er habe die übrigen Aufsichtsratsmitglieder davon nicht informiert, legte ihm die 6.Kammer für Handelssachen zur Last. Wäre er seiner Unterrichtungspflicht nachgekommen, dann wäre es nach Überzeugung des Gerichts im Februar 1991 nicht zu einem erneuten ungesicherten Darlehen der Harpen AG in Höhe von 15 Millionen Mark (7,6 Millionen Euro) an die Omni Holding AG gekommen. Giulianelli sei deswegen mitverantwortlich für den Eintritt des vom Unternehmen geltend gemachten Schadens.

Bereits 1993 waren drei frühere Vorstandsmitglieder der Harpen AG Jürgen Schippkühler, Fritz Hauff und Markus Herzig zu Schadensersatz von je 1,5 Millionen Mark verurteilt worden. Das Urteil gegen Giulianelli ist noch nicht rechtskräftig.

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