Harrington gewinnt - Gögele 23.
Golfer Cejkas bei „Windlotterie“ Fünfter

Alexander Cejka hat seine Chancen beim stürmischen German Masters der Golfprofis verspielt und den ersten Sieg auf der Europa-Tour in Deutschland wieder verpasst. "Super gespielt, aber die Putts verschoben", ärgerte sich der gebürtige Tscheche Cejka.

HB KÖLN. Auf dem Par-72-Kurs im stürmischen Köln-Pulheim ging dem zur Zeit besten deutschen Berufsspieler am Ende der Aufholjagd mit 280 Schlägen (67+70+71+72) auf Rang fünf die Puste aus. Den Siegerscheck von 500 0000 Euro sicherte sich am Sonntag vor 50 000 Zuschauern im Gut Lärchenhof der 33-jährige Ire Padraig Harrington (275-66+75+64+70) vor Nick O'Hern (278/Australien).

Turnierstifter und Ryder-Cup-Kapitän Bernhard Langer hatte bei der Generalprobe für den Erdteil-Kampf zwischen Titelverteidiger Europa gegen Gastgeber USA vom kommenden Freitag an in Detroit den Cut (147) wie im Vorjahr verpasst. Zusammen mit Bruder und Turnierdirektor Erwin übernahm der Schwabe die Rolle des generösen Gastgebers: Das Preisgeld aus der Gesamtdotierung von drei Millionen Euro ist mit das höchste auf der Europa-Tour und wird mit einer fünfjährigen Spielberechtigung noch erheblich aufgewertet. Am Montag flog der 47 Jahre alte Skipper mit dem zwölfköpfigen Team, das Cejka nur knapp verpasst hatte, nach Michigan.

"Super gespielt, aber die Putts verschoben", ärgerte sich der gebürtige Tscheche Cejka, den das Pech auf den Grüns während der vier Runden verfolgt hatte. Vor 14 Tagen hatte Langer seinem Nachbarn aus der Wahlheimat Florida eine Wildcard für den Ryder Cup verwehrt. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch lieferte Cejka dann den acht in Köln gestarten Team-Mitgliedern Langers einen Prestige-Kampf, bei dem nur der Weltranglisten-Achte Harrington und Neuling Casey besser waren.

Für Harrington war es der siebte Sieg seit 1996 in Europa. Nach seiner desaströsen 75er-Runde am Freitag hatte er seinen Coach und psychischen Beistand in Irland angerufen. Am Samstag folgte die 64er- Runde, die ihn auf drei Schläge an den lange führenden McDowell rankommen ließ. Am 9. Loch der 4. Runde setzte Harrington mit einem Birdie den entscheidenden Konter, als McDowell einen Doppelbogey spielte. McDowell brach ein und wurde 4. - Harrington zog vorbei.

Die Deutschen unter den 72 Konkurrenten nach dem Cut spielten bis auf Cejka keine Rolle. Nur Thomas Gögele (288/Semlin) überraschte im Schlussspurt mit Rang 23 und 33 000 Euro Prämie. Der hochtalentierte Europa-Tour-Sieger Marcel Siem (Düsseldorf) landete mit 300 Schlägen auf dem 69. Platz. Dabei blieb ein zerbrochener Driver auf der Strecke, den Siem nach misslungenem Abschlag voller Wut in die Büsche schleuderte. Erol Simsek (298/Syke) hielt sich auf Rang 66.

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