Harte Konkurrenz erwartet
US-Sprintladies mit "Notmannschaft"

Weil sich Weltmeisterin Kelli White und Torri Edwards haben sich durch Dopingbetrug selbst aus dem Verkehr gezogen. Nun müssen Auslauf-Modell Gail Devers sowie die Newcomer LaTasha Colander und Lauryn Williams in die Bresche springen - um Amerikas goldene Serie bei Olympia über 100 Meter fortzusetzen.

HB ATHEN. Seit den Olympischen Spielen 1984 sind die US-Sprintladies auf der prestigeträchtigen Strecke ungeschlagen. Auch dank Marion Jones, die vor vier Jahren in Sydney triumphierte. Aber auch die unter Dopingverdacht stehende Kalifornierin wird in Athen auf der Einzelstrecke nicht starten, da sie sich bei den US-Trials als Fünfte nicht qualifizieren konnte.

"Torri ist von dem Urteil des Court of Arbitration vernichtet worden", ließ das Management von Edwards verlauten, nachdem der Einspruch der 27-Jährigen gegen ihre Zweijahressperre vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) am Dienstagabend zurückgewiesen wurde. Edwards, die als 100-m-Weltmeisterin von Paris 2003 nachrückte, weil Kelli White wegen eines Dopinggeständnisses nachträglich Gold verlor, war am 24. April positiv auf das Stimulanzmittel Nikethamid getestet worden. "Wir respektieren die Fairness, mit der dieser Prozess geführt wurde", sagte Darryl Seibel, Sprecher des Nationalen Olympischen Komitees der USA (USOC).

Edwards büßte nicht nur ihren Olympia-Teilnahme ein, sondern verlor auch ihren einzigen Sponsor und Ausrüster. "Wir haben eine klare Politik gegen Doping und eindeutige Klauseln in den Verträgen verankert, und wir wenden sie auch strikt an. Deshalb haben wir den Vertrag mit Edwards sofort gekündigt", erklärte Adidas-Pressesprecher Jan Runau. Edwards, die seit mehreren Jahren mit Hürdensprint Olympiasieger Allen Johnson liiert ist, sollte in Athen über 100 und 200 Meter sowie in der Sprintstaffel zum Einsatz kommen.

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