Harter Preiskampf
Deutsche BA kämpft mit sinkenden Umsätzen

Die neue Billigpreis-Strategie der defizitären Fluggesellschaft Deutsche BA läuft offenbar verhalten an. Es werde schwer, das Umsatzziel von 355 (Vorjahr: 334) Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2002/2003 (zum 31. März) zu erreichen, sagte der kaufmännische Direktor der Deutschen BA, Rudolf Hengefeld, am Dienstag in München.

Reuters MÜNCHEN. Der Preiskampf mit der Billigfluglinie Germanwings der Lufthansa und mit anderen Wettbewerbern sei hart. Die Deutsche BA sei aber zuversichtlich, ihre Verluste von 37 Millionen Euro im vergangenen Jahr 2002/03 zu halbieren, sagte Hauptgeschäftsführer Adrian Hunt. Genaue Zahlen nannte er nicht.

Im ersten Halbjahr seien die Umsätze der Deutschen BA auf 146,3 Millionen Euro von 180,6 Millionen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gesunken, teilte das Unternehmen weiter mit. Dies sei auf die deutlich günstigeren Ticketpreise zurückzuführen. Die Deutsche BA sehe sich aber auf richtigem Weg, sagte Hunt. Die Zahl der Passagiere auf innerdeutschen Strecken sei in den ersten sechs Monaten auf 1,471 Millionen gestiegen, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspreche. Insgesamt seien im ersten Halbjahr 1,622 Millionen Fluggäste mit der Deutschen BA geflogen.

Die chronisch defizitäre Fluglinie hat ihr Bonusmeilen-Programm abgeschafft und Kampfpreise auf einigen Strecken angekündigt und will so bis Ende September 2003 die Gewinnschwelle erreichen. Wieviel die Linie in ihre neue Strategie investiert hat, wollte Hunt nicht sagen.

Für die Deutsche BA geht es um viel, weil die größte europäische Billigfluglinie Easyjet eine Kaufoption auf das Unternehmen erworben hat, die allerdings Mitte 2003 ausläuft. Easyjet-Chef Ray Webster will das Unternehmen nur übernehmen, wenn es seine Kosten in den Griff bekommt und auf das Niveau anderer Billigfluglinien senken kann. Hunt sagte, er sei zuversichtlich, dass die BA ihre Kosten weiter senken könne. Dazu führe die Linie unter anderem ab November eine Umbuchgebühr für Flugtickets von 20 Euro ein.

Zwischen den deutschen Billigfluglinien war in den vergangenen Monaten ein heftiger Preiskampf entbrannt. So senkte die Deutsche BA unmittelbar vor dem Start von Germanwings Ende Oktober die Preise auf der Konkurrenzstrecke Köln-Berlin auf bis zu zehn Euro. Germanwings ist das Standbein der Lufthansa im Billigflugmarkt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%