Harter Wettbewerb
Technologiefirmen hoffen auf etwas Wachstum

Der Branchenverband Bitkom sieht Anzeichen für Belebung auf dem IT-Markt. Eine kräftige Erholung lässt aber noch auf sich warten.

jkn/jojo FRANKFURT/MÜNCHEN. Es geht langsam wieder aufwärts in der deutschen High-Tech-Industrie. Für das kommende Jahr erwarten die Unternehmen der Informations- und Telekommunikations-Industrie (ITK) ein bescheidenes Wachstum von 0,4 %. "Dies ist ein Zeichen, das uns optimistisch stimmt", sagte der Vizepräsident des Branchenverbands Bitkom, Willi Berchtold, gestern in München. Im laufenden Jahr brachen die Umsätze der früher so erfolgsverwöhnten Industrie um 1,3 % ein. Dies ist weit schlechter, als Bitkom noch im Frühjahr erwartet hatte. Damals ging der Verband von einem Plus von 4 % aus. Eine kräftige Erholung sieht Bitkom allerdings erst in zwei Jahren.

Die Umsatzerwartungen der Firmen haben sich laut einer Umfrage von Bitkom aber von ihrem Tiefpunkt im Sommer wieder erholt. Mehr als die Hälfte der deutschen ITK-Branche erwartet für das kommende Jahr nun wieder steigende Einnahmen. Vor allem Handy-Produzenten und Computerbauer gehen zuversichtlich in das Jahr 2003. Auch viele Internet-Firmen können nach wie vor zulegen.

Die großen IT-Dienstleister können den vorsichtigen Optimismus des Branchenverbandes allerdings nicht so recht teilen. Sie gehen von einer weiterhin schwachen Nachfrage aus. Gleichzeitig belastet ein Preiskampf die sowieso schon sinkenden Margen. "Es herrscht ein aggressiver Preiswettbewerb. Wo früher drei bis vier Wettbewerber geboten haben, sind es nun bis zu zwanzig", beschreibt Wolfram Fischer, Deutschlandchef der Service-Sparte von Hewlett-Packard, die Situation.

Selbst der Hoffnungsträger Outsourcing enttäuscht. Zwar wollen viele große Konzerne ihre IT-Abteilungen auch weiterhin auslagern. Doch nach der ersten Outsourcing-Euphorie zeigen sich immer stärker die Risiken der häufig milliardenschweren Aufträge. Der wachsende Preiswettbewerb verschärft diese Entwicklung. Die ersten Anbieter wie CSC Ploenzke sind aus Ausschreibungen großer Outsourcing-Projekte wegen fehlender Wirtschaftlichkeit wieder ausgestiegen. Immerhin erwarten laut Bitkom mehr als die Hälfte der IT-Dienstleister 2003 wieder steigende Umsätze.

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