Hartnäckiger Verhandlungspartner
Porträt: VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz

Er gilt als einer der Väter der Vier-Tage-Woche und des VW-Tarifmodells 5000 mal 5000. Mit Kanzler Schröder verbindet ihn seit vielen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis.

HB BERLIN. Mit seinen Vorschlägen und Ideen hat der Arbeitsdirektor der Volkswagen AG, Peter Hartz, schon häufiger bundesweit von sich Reden gemacht. Wenn Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) dem 60-jährigen gebürtigen Saarländer die Leitung der Kommission zur Reform der Bundesanstalt für Arbeit übergibt, legt er diese Aufgabe einem alten Bekannten in die Hand. Schröder und Hartz verbindet ein freundschaftliches Verhältnis aus den Zeiten, in denen Schröder als Ministerpräsident in Niedersachsen im Aufsichtsrat von VW saß. Mitte Februar trafen sich Hartz und der Kanzler bei dessen Südamerika-Reise im VW-Werk in Brasilien.

Hartz hat sich bisher vor allem durch seine Hartnäckigkeit ausgezeichnet. In Wolfsburg setzte er mit Gewerkschaft und Betriebsrat fast alles um, was er sich vorgenommen hatte: Mit der Vier-Tage-Woche wurden 1994 zwischen 20 000 und 30 000 Arbeitsplätze bei dem Autokonzern gerettet. Schröder war damals Regierungschef in Hannover. Hartz boxte eine 55-Jahre-Regelung für vorzeitigen Ruhestand und ein Altersteilzeitmodell durch und führte die Betriebsvereinbarung zum partnerschaftlichen Verhalten am Arbeitsplatz ein. Vor seiner Berufung zum VW-Vorstand am 1. Oktober 1993 zu Beginn der Ära von Konzernchef Piech war der gelernte Industriekaufmann und Absolvent der heutigen Hochschule für Wirtschaft und Politik in Saarbrücken unter anderem Vorstandsmitglied der Saarstahl AG und der Holding DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG. Der Ehrendoktor der Universität Trier ist verheiratet und hat einen Sohn.

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