Hauptanteil machten mit 1,7 Mrd. DM die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
DaimlerChrysler steigert Umweltschutz-Aufwand um sieben Prozent

vwd STUTTGART. Die DaimlerChrysler AG, Stuttgart/Auburn Hills, hat 1999 ihre Aufwendungen für den Umweltschutz um sieben Prozent auf etwa drei Mrd. DM gesteigert. Den Hauptanteil machten mit 1,7 Mrd. DM die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für umweltfreundlichere Produkte und Produktionsverfahren aus. Schwerpunkte in diesem Bereich waren, wie Werner Pollmann, Umweltbevollmächtigter des DaimlerChrysler-Konzerns, am Montag in Stuttgart erklärte, der alternative Brennstoffzellenantrieb und neue Motorenkonzepte. In vier Jahren werde DaimlerChrysler die ersten Pkw mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt bringen.

Die Investitionen in Umweltschutzanlagen seien dagegen um sieben Prozent auf 138 Mill. DM gesunken, weil weniger nachgeschaltete Umweltschutzanlagen benötigt wurden, um die Umweltbelastungen zu reduzieren. Beispielsweise halbierte die Chrysler-Group 1999 ihren stationären Schwefeldioxid-Ausstoß auf knapp 700 (1 600) t. Außerdem setzte Chrysler die Altlastensanierung einzelner Produktionsstandorte in den USA mit innovativen Verfahren fort. Untersuchungen finden derzeit in den USA über den Einsatz von Kunststoffmaterialien im Karosseriebau statt.

Mit einem neuen Fertigungsverfahren können große Karosseriekomponenten, wie Hardtops, aus recyclefähigem Thermoplast durch Spritzgießen hergestellt werden, anstatt Stahl mit großen Pressen zu formen. Weitere Verbesserungen der verbrennungsmotorischen Technik und der Abgasnachbehandlungen bedürfen laut Pollmann nicht nur modernster Technik sondern auch schwefelarmen Kraftstoffs. Die Verbände der Automobilhersteller in den drei großen Weltmärkten, die Alliance und Engine Manufacturers Association in den USA, ACEA in Europa und Jama in Japan, haben sich auf einen Anforderungskatalog für Kraftstoffe, der World-Wide Fuel Charter, geeinigt.

Dieser fordert eine sofortige Reduktion des Schwefelgehalts auf maximal fünf bis zehn ppm. Im September 2000 wird DaimlerChrysler in Südafrika beim Start der Mercedes-C-Klasse-Produktion in East London mit dem Einsatz von Naturfasern im Fahrzeugbau beginnen. +++Volker Haasemann

vwd/17.7.

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