Hauptverdächtiger hatte keine weiße Weste
Polizei auf heißer Spur zu Millionenräubern

Die Millionenräuber von Frankfurt am Main haben fast 1,5 Millionen Euro aus ihrer Beute, zwei Fluchtautos und eine Menge Spuren hinterlassen. Die Polizei teilte am Mittwoch mit, sie rechne bei der Fahndung mit einem raschen Erfolg.

wiwo/ap FRANKFURT. Aus ermittlungstaktischen Gründen gab sie erst zwei Tage nach dem Raub aus dem Geldtransporter der Firma Securitas die Identität der beiden mutamßlichen Komplizen des Fahrers Faouzi Boudou bekannt. Außerdem geht die Polizei davon aus, dass mindestens noch ein Mittäter beteiligt war, der den drei Männern nach dem Raub in einem blauen Audi folgte.

Der größte Bargeldcoup in der deutschen Kriminalgeschichte wurde nach Polizeiangaben von einem Freundestrio aus Frankfurt-Nied verübt. Als Komplizen des 1,95 Meter großen Geldtransporter-Fahrers Boudou sucht die Polizei den 35-jährigen Gerardo Sabatino, der 1,70 Meter groß ist, und den 25-jährigen Angelo Della Pietra.

Die Polizei stellte zwei Fluchtautos sicher. In einem fand sie Euro-Scheine im Wert von 1,485 Mill.. Die Gesamtbeute betrug 8,594 Mill. Euro, so dass die Täter noch 7,109 Millionen Euro im Besitz haben dürften. In dem Auto, einem Fiat Marea, hinterließen die Täter außerdem den Ausweis Sabatinos, scharfe Munition und Papiere mit Namensangaben. Das Fluchtauto, ein Audi A4, hatte Della Pietra am 19. Januar gemietet. Der als Haupttäter gesuchte Franzose Boudou ist nach Polizeiangaben vorbestraft. Er war im Januar 2001 rechtskräftig wegen Widerstands gegen Polizisten verurteilt worden. Er habe er keinen Waffenschein, aber eine Waffe gehabt.

Über Sabatino gebe es keine polizeilichen Erkenntnisse, hieß es. Della Pietra sei jedoch einschlägig wegen Raubes und wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorbestraft. Die Polizei hält es für möglich, dass die Räuber ihre Flucht über die Autobahn fortgesetzt haben. Denn die Fluchtautos wurden in der Nähe einer Anschlussstelle der A 60 gefunden. Es sei aber auch denkbar, dass sie sich noch in Frankfurt aufhalten, erklärte Kriminalhauptkommissar Manfred Relke.

Die Firma Securitas und ihre Versicherung versprachen 600 000 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Wiederbschaffung der Beute und zur Ergreifung des Täters führen.

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