Hauptversammlung am 11. April
Aktionärsschützer verweigern Entlastung für Daimler-Chrysler-Vorstand

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will Vorstand und Aufsichtsrat der Daimler-Chrysler AG bei der Hauptversammlung am 11. April die Entlastung verweigern. Das Management der Stuttgarter habe das "strategische Ziel einer Welt-AG mit einer Aggressivität" verfolgt, die die damit verbundenen Risiken "sträflich vernachlässigt" habe, begründete die DSW am Donnerstag ihr Vorhaben.

vwd DÜSSELDORF. Den Aktionären sei verschwiegen worden, dass Chrysler "schon bei einer leicht schwächeren Automobilkonjunktur ein Sanierungsfall" sei, teilte die DSW mit. Bei Mitsubishi sei von einem höheren Sanierungsaufwand als bisher angegeben auszugehen.

Die "Strategie der Welt-AG" habe den Aktionären des Stuttgarter Automobilunternehmens "bisher nichts als dramatische Verluste" beschert, erklärte die DSW weiter. Die Halbierung des Aktienkurses seit der Ankündigung der Fusion mit Chrysler zeige den "Vertrauensverlust" des Vorstandes. Einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates, die bereits Aufsichtsratsmitglieder der früheren Daimler-Benz gewesen seien, treffe der gleiche Vorwurf.

Der nach der Fusion neu gebildete Aufsichtsrat habe wahrscheinlich die strukturellen Schwächen von Chrysler erkannt, ohne den Vorstand zur Sanierung zu veranlassen. Außerdem habe der Aufsichtsrat die Beteiligung an Mitsubishi Motors und damit einen zweiten Sanierungsfall zugelassen, dessen negative Wirkung auf DaimlerChrysler noch nicht völlig absehbar sei, erklärte die DSW.

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