Hauptversammlung am Freitag
Bayer-Aktionäre debattieren über Konzernaufspaltung

ddp.vwd LEVERKUSEN. Der Vorstand der Bayer AG wird sich am Freitag auf der Hauptversammlung mit Fragen zur künftigen Konzernausrichtung auseinandersetzen müssen. Der US-Investor Tweedy, Browne Fund, will den Antrag stellen, den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern in einen pharmazeutischen, chemischen und agrochemischen Geschäftsbereich aufzuspalten. Der Antrag wird jedoch kaum Chancen haben, denn die Nordamerikaner halten nur 0,1 % des Kapitals. Bayer sieht sich immer wieder Forderungen gegenüber, den profitablen Pharmabereich von den anderen Sparten zu trennen. Nach Ansicht von Analysten wäre "zumindest kurzfristig" eine Aufspaltung für die Aktionäre gewinnbringend.

Bayer-Vorstandsvorsitzender Manfred Schneider will die jetzigen Strukturen jedoch erhalten. Das vergangene Geschäftsjahr gibt ihm Recht. So stiegen der Konzernumsatz im Vergleich zu 1999 bereinigt um gut 21 % auf knapp 30 Mrd. Euro und das operative Ergebnis um gut 20 % auf 3,3 Mrd. Euro. Die Aktionäre können für 2000 im siebten Jahr in Folge eine höhere Dividende einstreichen. Der Hauptversammlung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Ausschüttung von 1,40 Euro (plus 0,10 Euro) vor. Inklusive der Steuergutschrift kommen inländische Aktionäre auf eine Brutto-Vergütung von 1,85 Euro je Aktie.

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