Hauptversammlung am Montag
Analysten erwarten Ergebniszuwachs bei Henkel

Auf der Hauptversammlung der Henkel KGaA am Montag stehen die Auswirkungen der abkühlenden US-Konjunktur und der gestiegenen Ölpreise auf das erste Quartal 2001 im Vordergrund. Der Traditionskonzern möchte sich im Jahr des 125-jährigen Bestehens zudem von den Anteilseignern den Verkauf der vor zwei Jahren ausgegliederten Chemisparte Cognis genehmigen lassen.

rtr DüSSELDORF. Branchenkenner wollen von Konzernchef Ulrich Lehner wissen, wie der Waschmittel- und Konsumgüterhersteller die entstehende Umsatz- und Gewinnlücke schließen wird. Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres rechnen die Analysten fast durchweg mit einem leichten Anstieg beim Umsatz und einem kräftigeren Plus beim Ergebnis.

Den Chemie- und Konsumgüterhersteller Henkel habe die nachlassende US-Konjunktur Henkel ähnlich wie reinrassige Chemiekonzerne getroffen, sagte Merck-Finck-Analyst Philip Bonhoeffer. Dies gelte auch dann, wenn Henkel nur ein Fünftel des Umsatzes in den USA erziele. Auch unter dem Eindruck der gestiegenen Ölpreise erwartet er "ein nicht berauschendes" Quartal. Barbara Ambruss von der Landesbank Baden-Württemberg und Michael Mantlik von der Hamburger Vereins und Westbank - sind optimistischer. Beide gehen davon aus, der Konzern im 125. Jahr seines Bestehens kaum oder fast gar unter der Eintrübung durch die US-Konjunktur zu leiden hatten. Henkel habe sich inzwischen gut im Mittelmeerraum, dem Nahen Osten, Asien und Russland positioniert. Das erste Quartal sei zudem traditionell das schwächste, unterstrich etwa Analystin Ambruss.

Für den Umsatz geben die Branchenkenner einen Bereich zwischen 3,1 und 3,4 Mrd. Euro an nach 3,013 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum vor. Optimistischer zeigen sie sich bei ihren Prognosen für das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT). Die Schätzbandbreite liegt zwischen 210 und 244 Mill. Euro, nach 207 Mill. Euro im Vorjahr.

Lehner dämpft Erwartungen

Die Cognis sehen die Experten als gut aufgestellt. Eine Antwort auf die seit Monaten schwelende Frage nach dem Käufer erwarten sie indessen immer noch nicht. "Ich rechne nicht mit einer Überraschung", sagte Analyst Mantlik. Anfang Februar hatte Henkel ein Verkaufsprospekt verschickt, bisher jedoch beharrlich Angaben zu den Interessenten abgewehrt.

2000 hatte Henkel zum siebten Mal in Folge einen Rekordabschluss vorgelegt. Lehner dämpfte aber jüngst etwas die Erwartungen für 2001 unter Hinweis auf die abkühlende Konjunktur und die Umbaukosten für die Tochter Clorox. Auf der Bilanzpressekonferenz versprach er aber ein Wachstum von acht Prozent beim Umsatz. 2000 stieg der Umsatz auf 12,8 Mrd. Euro und der Jahresüberschuss lag bei 505 Mill. Euro.

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