Hauptversammlung der Hypovereinsbank
"Mangelnde Gewinnorientierung“ der HVB kritisiert

Die Fondsgesellschaft Union Investment hat auf der Hauptversammlung der Hypovereinsbank AG (HVB), München, die nicht "ausreichend Gewinn orientierte Strategie des Managements" kritisiert und sich wegen der Kursentwicklung der Aktie bei der Entlastung des Vorstands der Stimme enthalten.

vwd MÜNCHEN. Gegenüber dem Dax weise die Aktie sowohl kurz- als auch langfristig eine deutliche Underperformance auf, bemängelte Union-Fondsmanager Olgerd Eichler am Donnerstag in München.

Trotz des schwierigen Marktumfelds im abgelaufenen Jahr hätten die Kurse anderer Gesellschaften, wie etwa die der Deutschen Bank, deutlich weniger verloren als die Hypovereinsbank-Aktie, die um 42 % abgestürzt sei. Auch im Fünfjahresvergleich sei die Aktie jährlich um 15 % hinter dem Dax und um 29 % hinter der Deutschen Bank zurückgeblieben. Nach eigenen Angaben hält Union Investment drei Mio Hypovereinsbank-Aktien mit einem Marktwert von rund 120 Mill. Euro. "Nicht steigende Bilanzsummen, sondern die Gewinne entscheiden über den unternehmerischen Erfolg", kritisierte Eichler weiter.

Er forderte den Vorstand auf zu erklären, wann eine Eigenkapitalrendite von "mindestens" 15 % im operativen Geschäft erreicht werden könne. Seit der Fusion mit der Hypobank und dem Zusammengehen mit der BankAustria sei dieses Ziel mehrmals verschoben worden. Angesichts der Bindung von einem Drittel des Kapitals im Immobilienbereich dürfe es kaum realistische Hoffnungen auf zweistellige Eigenkapitalrenditen in diesem Geschäft geben.

Als "kaufmännisch und intellektuell nicht überzeugend" bezeichnete der Fondsmanager die Formulierung "Bank der Regionen": In wichtigen Zielmärkten wie Spanien, Italien und Frankreich sei die Bank entgegen den bisherigen Ankündigungen "kaum präsent". Zudem sei vor dem Hintergrund der Immobilienprobleme der Hypobank die Kreditvergabepraxis "irritierend", sagte Eichler weiter und nannte die zuletzt vergebenen Kredite an die Kirch-Gruppe. Auch das Aktien-Programm zur Vergütung des Managements sei "zu wenig ehrgeizig".

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